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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stefan Christopher Niernsee (2006): Kindersicherheit im Traktorenumfeld.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 93. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Jährlich ereignen sich Kinderunfälle im Umfeld von land- wirtschaftlichen Fahrzeugen und mitgeführten Maschinen. Zu den häufigsten Unfalltypen zählen das Mitfahren oder Selbstfahren, der Aufenthalt im Umfeld des Traktors (Arbeiten oder Spielen) und das Zulaufen auf das fahrende Fahrzeug. Die Kinder werden dabei leicht bis schwer oder tödlich verletzt. Die Ursachen liegen einerseits im Fehlverhalten der Kinder und Erwachsenen, andererseits in der Konstruktion der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte, die zu Sichtfeldeinschränkungen führt. Im Bereich der grossen Hinterreifen und vor der Motorhaube sind die größten unmittelbaren Sichtfeldeinengungen vorzufinden. Dadurch verschärft sich die Situation für Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen oder dort urlauben. Um Kinderunfälle zu vermeiden reichen aufklärende präventive Maßnahmen nicht aus. Um dem Problem des toten Winkels zu begegnen, ist der Einsatz von technischen Hilfsmitteln, Sensoren, unbedingt erforderlich. Zur Erfassung des Fahrzeugumfeldes gibt es am Markt kosten- günstig verfügbare Produkte wie Rückfahrwarn- und Bild- erkennungssysteme, Ultraschallabstandsensor, Radarsysteme sowie Lawinenpiepser. Diese bieten aber keine akzeptable Lösung, weil mit ihnen keine 360° Abdeckung des Fahrzeugumfeldes möglich ist und sie nur über eine eingeschränkte Reichweite verfügen. Nach Untersuchungen der Sichtfeldeinengungen an land- wirtschaftlichen Fahrzeugen sowie der technischen Möglichkeiten wurde festgestellt, dass ein preisgünstiges System aus den folgenden Komponenten bestehen kann: .) Empfangseinheit in landwirtschaftlichen Maschinen .) Schlummernder Transponder als Band, Amulett mit einer Reich- weite von mindestens 20 m im Fernfeld und 2,5 m im Nahfeld.

Beurteilende(r): Boxberger Josef

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