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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Maria Mitzner (2008): Beweidungsmonitoring am Kamp- Erste Erhebung.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 156. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Nach dem Hochwasser im Jahr 2002 hatte das Land Niederösterreich einige stark betroffene Flächen entlang des Kamps angekauft. Ein Teil dieser Flächen sollte zum Zweck des Hochwasserschutzes mit unterschiedlichen robusten Haustierrassen beweidet werden. Um zu klären, ob diese Beweidung die gesteckten Ziele erreichen kann und ob gleichzeitig die betroffenen Flächen ihren landschaftsökologischen Wert behalten oder gar steigern können, wurde ein Monitoring installiert. Dessen erste Schritte – die Einrichtung der Unter¬suchungsflächen und ihre vegetationskundliche Ersterfassung - werden in der vorliegenden Arbeit behandelt. Insgesamt kamen 6 Standorte im hochwassergefährdeten Gebiet in die engere Wahl. Dort wurden jeweils eine bis mehrere Aufnahmeflächen von je 50m² für die Erhebung der Vegetationsentwicklung ausgewiesen. Zum Vergleich dienten möglichst ähnlich bewachsene und gleich große, von der Beweidung ausgeschlossene Referenzflächen. Zusätzlich wurden noch Informationen zum Gehölzaufkommen und zum Verbiss der Gehölze auf den Flächen gesammelt. Der Verbiss, der vor allem in Bezug auf die Zurückdrängung der problematischen Robine (Robinia pseudacacia) wichtig ist, war teilweise recht intensiv. Ob er aber ausreicht, um unerwünschte Gehölze vollständig zu verdrängen, wird sich erst in Zukunft weisen. Über eine Artenveränderung der Vegetation in der Krautschicht durch Beweidung lässt sich noch keine Aussage treffen. Allerdings deutet bereits in dieser Initialphase des Monitorings einiges auf eine positive Entwicklung hinsichtlich der landschaftsökologischen Wertigkeit der beweideten Flächen hin.

Beurteilende(r): Klug Brigitte

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