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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Verena Aschinger (2008): Deckschichtbildung an der Donau in der Naturversuchsstrecke Bad Deutsch Altenburg.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 125. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
An der Donau kommt es durch die Staustufen in Kombination mit einer Verringerung der Sohlbreite, der befestigten Ufer (keine Seitenerosion) und der rückschreitenden Erosion zu einer kontinuierlichen Sohleintiefung. Anhand der 3 km langen Naturversuchsstrecke Bad Deutsch Altenburg wurde im Rahmen dieser Arbeit untersucht, ob eine Deckschicht, welche eine natürliche Pflasterung der Sohle darstellt und daher die Sohleintiefung bremst, vorhanden ist. Es wurden in der Naturversuchsstrecke 50 Freeze Cores, 10 Freeze Panels und 155 volumetrische Proben entnommen. Bei den Freeze Core Proben wurde eine visuelle Einteilung anhand der Verteilung der mittleren Korndurchmesser über die Tiefe getroffen. Über diese Einstufung wurde festgestellt, ob visuell eine Deckschicht vorhanden ist oder nicht. Weiters wurden für jede Probe die Kornverteilungen bei Sohlbelastungen zwischen Niederwasser und einem hundertjährlichen Hochwasser bzw. im Grenzzustand errechnet und mit der Korngrößenverteilung der Deckschicht verglichen. Dadurch konnte eine Einteilung getroffen werden, ob eine Deckschicht vorliegt oder nicht. Danach wurden die Ergebnisse der visuellen Vorabschätzung mit denen der Berechung verglichen. Durch die Berechnungen konnte gezeigt werden, dass an allen Probenstellen die grundsätzliche Fähigkeit zur Deckschichtbildung gegeben ist. Zum Zeitpunkt der Probennahme weisen bei der visuellen Vorabschätzung 67 % der Proben eine Deckschicht auf. Die Ergebnisse der visuellen Vorabschätzung stimmen mit den Ergebnissen der Berechnung zu 86 % überein.

Beurteilende(r): Habersack Helmut

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