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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Barbara Ipser (2009): Untersuchungen von Uferpfahlwänden am Sackbach und Sandenwaal in Südtirol.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 143. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Diplomarbeit ist eine Zustandsanalyse vom Sandenwaal/ Sackbach , einem seit 1993 schrittweise mit Uferpfahlwänden renaturiertem Be- und Entwässerungsgraben, der sich durch den Vinschgau zieht. Untersucht wurden: Die Uferpfahlwände bzw. der Zustand der Rundhölzer, die Profilausbildung des Bachbettes und die Gehölzentwicklung. Das größte Augenmerk fiel den Rundhölzern der Uferpfahlwänden zu, die in den Jahren 1993 bis 2002 eingebaut wurden. Die Untersuchungen der Rundhölzer fanden mittels Resistographen statt, durch dessen Bohrungen man Rückschlüsse über den Holzzustand ziehen kann. Dabei wurden die Unterschiede der verschiedenen Altersstufen, der Einfluß der Bepflanzung und die Nähe der Bohrposition am Steher zum Wasser verglichen. Um die Strukturierung des Bachbettes zu untersuchen wurden Profile der Sohle erstellt, die Bepflanzung der Uferpfahlwände wurde mittels Aufnahmebögen registriert und hinsichtlich ihrer Anzahl und Vitalität untersucht. Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die Uferpfahlwände aller Abschnitte und ihre Bepflanzungen ihrer Funktion gerecht werden und sich in einem passablen Zustand befinden. Es gibt keine gebrochenen oder fehlenden Lärchen-Rundhölzer. Betrachtet man jedoch alle Uferpfahlwände hinsichtlich ihrer Untersuchungsergebnisse so zeigen Abschnitt UIIIb 1993 und UIIIb 1994 die besten Ergebnisse. Bezogen auf den Zustand der Rundhölzer heißt das vor allem, dass hier nicht das Alter der ausschlaggebende Faktor ist, sondern die Bauweise und die Beschattung. Eine niedrige und auf das Gewässerbett bezogen breite Bauweise der Uferpfahlwände mit daraus resultierendem hohem Wasserspiegel und guter Beschattung durch Bepflanzung des Ufers mit Weiden, wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit der Rundhölzer aus. Letztere erwähnte Bauweise fördert zusätzlich eine vielfältige Strukturierung der Gewässersohle.

Beurteilende(r): Florineth Florin

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