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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Gerald Biedermann (2009): Kumulierter Energieaufwand (KEA) der Weizenproduktion bei verschiedenen Produktionssystemen (konventionell und ökologisch) und verschiedenen Bodenbearbeitungssystemen (Pflug, Mulchsaat, Direktsaat).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 78. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Mit dieser Arbeit wird das Ziel verfolgt, verschiedene Produktionssysteme, Bodenbearbeitungssysteme (Pflug, Mulchsaat und Direktsaat), Bodenbearbeitungswiderstände und Betriebsgrößen bezüglich ihres Einflusses auf den Kumulierten Energieeinsatz (KEA) der Winterweizenproduktion zu bewerten. Der Einfluss der verschiedenen Produktionsbedingungen wird quantifiziert und die Abweichungen diskutiert. In weiterer Folge soll die Arbeit dazu dienen, vorhandene Produktionssysteme zu bewerten und bezüglich ihrer Energieeffizienz zu optimieren. Um alle Energieströme zu erfassen, wurde in dieser Arbeit das Konzept des Kumulierten Energieaufwandes (KEA) nach der VDI-Richtlinie 4600) angewendet, welches die notwendige Energie für die Herstellung, Unterhaltung und Entsorgung der Betriebsmittel in die Bilanzierung einfließen lässt. Das Modell wurde mit Hilfe von Ergebnissen pflanzenbaulicher Versuche und der Unterstellung des typischen Maschineneinsatzes bei den untersuchen Bodenbearbeitungssystemen erstellt. Der Dieselbedarf wurde mit Hilfe des KTBL-Feldarbeitsrechners ermittelt. Der Ergebnisteil gliedert sich in eine Betrachtung des Einflusses der einzelnen Betriebsmittel bei den verschiedenen Varianten und in eine Betrachtung der bereits erwähnten Hauptkriterien (Produktionssystem, Bodenbearbeitungssystem, Bodenbearbeitungswiderstand und Betriebsgröße). Im Rahmen der Diplomarbeit zeigte sich, dass sich der kumulierte Energieaufwand der Weizenproduktion unter den unterstellten Produktionsbedingungen zwischen 7500 und 16500 MJ/ha erstreckt. Das Output/Input-Verhältnis bewegte sich zwischen 6,5 und 15,0 und unterstreicht die gute Energiebilanz der Getreideproduktion, die unter allen untersuchten Bedingungen klar positiv ausfällt. Die größten Einflussfaktoren auf den KEA sind in Abhängigkeit der verschiedenen Varianten der Mineraldüngereinsatz, der Dieseleinsatz und der indirekte Energieeinsatz in Form von Maschinen.

Beurteilende(r): Boxberger Josef
1.Mitwirkender: Moitzi Gerhard

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