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Gewählte Dissertation:

Josef Wasner (2009): Einfluss einer Carbokaldüngung bei kalkhältigen Böden auf das Ertragsverhalten sowie auf ausgewählte bodenchemische und -physikalische Parameter.
Dissertation - Studienabteilung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 123. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Aufgrund stetig knapper werdender Rohstoffe sollen bedeutende Pflanzennährstoffe, die Zuckerrüben dem Boden entziehen, mit der Ausbringung von Carbokalk als Dünger wieder in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt werden. Auf Ackerstandorten mit hohem pH-Wert, jedoch unterschiedlichem Kalkgehalt wurde der Einfluss einer mehrjährigen, überhöhten Carbokalkdüngung (0, 75, 150, 300 t/ha Carbokalk) auf den Ertrag sowie auf bodenchemische und -physikalische Parameter untersucht. Durch die steigenden Carbokalkmengen wurden weder die Erträge noch die Gehalte an den bedeutendsten Makro- und Mikronährstoffen verändert. Der pH-Wert im Oberboden erhöhte sich nur geringfügig bei einem nativen Kalkgehalt kleiner 0,5 %. Die Gehalte an Phosphor sowie an austauschbarem Magnesium im Boden stiegen an. Bei Intensitäten über 150 t/ha Carbokalk verminderten sich die pflanzenverfügbaren Mengen an Eisen und Mangan. Die Gehaltswerte bei Kupfer, Zink und Bor blieben unverändert. Bei Einsatz von Carbokalk kam es bei der hydraulischen Leitfähigkeit sowie beim Eindringwiderstand zu günstigeren Werten, die Durchwurzelungsintensität erhöhte sich. Bei einer praxisüblichen Carbokalkdüngung von etwa 10 t/ha je Fruchtfolgerotation ist auch auf Böden mit hohem Kalkgehalt kein vermindertes Pflanzenwachstum bzw. keine Qualitätsveränderung des Erntegutes zu erwarten.


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