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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michael Scharf (2009): Monitoring der hydrologischen Verhältnisse am Gschliefgraben.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Alpine Naturgefahren (IAN), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 83. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Am Ende des Jahres 2007 kam es am Gschliefgraben, einem Rutschhang am Ostufer des Traunsees, zu Massenbewegungen, so dass die darunterliegenden Siedlungen und Infrastruktureinrichtungen gefährdet waren. Darum wurden vom Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung Maßnahmen zur Verringerung der Rutschbewegungen entwickelt und umgesetzt. Diese Maßnahmen waren unter anderem die Aufschließung und die Errichtung von Notstraßen, Hangentlastung und Massenabfuhr, Entwässerungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen, Wiederaufforstung und Erosionsschutz sowie die Errichtung eines Monitoring und Frühwarnsystems. Ziel dieser Arbeit ist, die hydrologischen Verhältnisse durch Errichtung von Messstationen an verschiedenen Stellen möglichst genau zu erfassen, um zum einen mit den gewonnenen Erkenntnissen und den laufend übermittelten Messdaten Aussagen über das Verhalten des Hanges in der Zukunft zu tätigen, und, zum anderen die dauernde Funktionsfähigkeit der Entwässerung zu überprüfen. Bei den Messstationen sollen in Rohrleitungen bzw. vor Dreieckswehren Ultraschallsensoren eingebaut werden, die durch ständige Füllhöhenmessung und über einen im Datenlogger einprogrammierten Pegelschlüssel den Durchfluss berechnen. Weiters sollen, um die Verhältnisse im Oberboden zu erkunden, in verschiedenen Tiefen Sensoren zur Messung der Bodenfeuchte eingebaut werden. Durch die Übertragung von Messwerten über das GSM- Netz sollen die Messergebnisse im Internet regelmäßig abgerufen werden können. Die wesentlichen Abschnitte dieser Arbeit waren nun die Berechnung des Pegelschlüssels mit der Auffindung aller bei diesem Messverfahren auftretenden Problemen, die Erhöhung der Genauigkeit, sowie der Einbau einer Messstation im Feld, um bereits im Vorfeld Probleme beim Betrieb der Messstationen zu erkennen. Ziel ist nun, die bereits erhaltenen Erkenntnisse und Erfahrungen so zu nützen, dass in der Zukunft ein problemloser Betrieb möglich ist.

Beurteilende(r): Hübl Johannes

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