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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Viktoria Neubauer (2010): Ertragsversuche bei Ölkürbissorten in Niederösterreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 81. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Kürbiszüchtung beschäftigt sich intensiv mit der Umstellung von offen bestäubten Populationssorten zu Hybridsorten. Daneben stehen auch die Züchtung auf Resistenz gegen das Zucchinigelbmosaikvirus und Fruchtfäule im Mittelpunkt. Diese Tatsache bedingt für die Praxis einen Sortenwechsel von den traditionell angebauten Populationen zu leistungsfähigeren Neuzüchtungen, die meistens Hybride sind. Ziel dieser Masterarbeit ist es einerseits, Unterschiede im Ertragsaufbau, durch Kleinparzellenversuche, und andererseits Erträge verschiedener Sorten, bei einer Parzellengröße von 0,5 ha in Form von Standardanlagen, festzustellen. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem Ertragsaufbau verschiedener Sorten und wurde 2009 in Pernersdorf durchgeführt. Dazu wurden die weiblichen Blüten markiert und deren Entwicklung zum Kürbis beobachtet. Weiters wurde die Anfälligkeit gegen Fruchtfäule untersucht. Neben der Beobachtung der Blüte wurden auch das Fruchtgewicht der Kürbisse und einige Merkmale der Kerne ausgewertet. Es zeigte sich, dass der Blühbeginn der weiblichen Blüte Einfluss auf das Kürbisgewicht und das Hundertkerngewicht hat. Es zeigten sich signifikante Sortenunterschiede zwischen dem Fruchtgewicht und dem Kernanteil pro Kürbis. Die Hybride Gleisdorfer Opal und Maximal weisen geringere Fruchtgewichte als Retzer Gold auf, aber einen höheren Kernanteil. Die hohen Erträge von Opal entstehen durch die höhere Fruchtanzahl im Vergleich zu anderen Sorten. Der Einfachhybrid Maximal wies homogenere Fruchtmerkmale auf. Der zweite Teil der Masterarbeit beschäftigt sich damit, die Ertragsleistungen von Ölkürbissorten festzustellen. Bei diesen von 2005–2009 auf mehreren Standorten in Niederösterreich durchgeführten Praxisversuchen wurde eine Standardsorte festgelegt. Die Ertragsdaten wurden mit Hilfe verschiedener varianzanalytischer Methoden ausgewertet. Es konnten signifikante Sorten- und Umweltunterschiede festgestellt werden. Die Berechnung erfolgte mit LS-Means der GLM-Analyse und mit 4 Mixed-Methoden. Die Rangreihung der Genotypen blieb auch bei unterschiedlicher Modellierung erhalten. Die meisten Hybridsorten waren den Populationssorten ertraglich überlegen.

Beurteilende(r): Vollmann Johann

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