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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Carina Andrea Hoisel (2009): Vergleich der Futterqualitäten bei Grassilage, Gärheu und Heu für die Pferdefütterung.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 150. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die dieser Arbeit zugrundeliegende Versuchsreihe wurde vom LFZ Raumberg-Gumpenstein durchgeführt, um Silage, Gärheu und Heu in unterschiedlichen Varianten herstellen und hinsichtlich verschiedenster Qualitäts- und Hygieneparameter vergleichen zu können. Bei der Ernte wurden mehrere TM-Stufen mit unterschiedlichen Presssystemen und Pressdichten, sowie Varianten mit Schneidmessern und unterschiedlichen Konservierungsverfahren, produziert. Die Futterqualität wurde durch Weender-Analyse, Gärqualitätsbestimmung und sensorische Beurteilung bewertet. Weiters wurden das Artengruppenverhältnis, das Stängel-/Blattverhältnis und die Bröckelverluste erhoben. Die Ermittlung der Inhaltsstoffe ergab beim ersten Schnitt hohe Rohfasergehalte und niedrige Rohproteinwerte. Dies war bei derart überständigem Futter zu erwarten und spiegelt die in der Praxis vorherrschenden Gegebenheiten und Probleme wider. Beim zweiten Schnitt waren, bedingt durch den früheren Schnittzeitpunkt, die Rohfasergehalte niedriger und die Rohproteingehalte dementsprechend höher. Die überhöhten Rohaschegehalte weisen auf eine starke Futterverschmutzung hin und bewirkten auch einen Abfall des Energiegehalts. Bei beiden Schnitten wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten festgestellt. Bei der Ermittlung der Pilzkeimgehalte konnten weder bei Silage noch bei Gärheu erhöhte Gehalte nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis unterstreicht die Vorteile von Gärfutter gegenüber Heu, da bei der sensorischen Bewertung der Heuproben durchwegs Schimmelgeruch wahrgenommen wurde. Die Staubentwicklung bei den Proben des ersten Schnittes war generell als hoch einzustufen. Beim zweiten Schnitt war die Staubbelastung deutlich niedriger. Beim Nachweis von Gärsäuren konnten bei Gärheu nur sehr geringe bis keine Gärsäurengehalte festgestellt werden, was Gärheu im Vergleich zu Silage begünstigt. Auch bei der sensorischen Bewertung wiesen die Futterproben des ersten Schnittes hygienische Mängel auf. Die sehr guten Futterpartien des zweiten Schnittes zeigen, dass es möglich ist, mit Sorgfalt und Fachwissen, Grundfutter von ausgezeichneter Qualität herzustellen, das den Anforderungen an Pferdegrundfutter für Hochleistungstiere gerecht wird.

Beurteilende(r):

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