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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Jürgen Schlapschy (2010): Analyse eines bestehenden Umweltmanagementsystems unter besonderer branchenspezifischer Berücksichtigung eines Umweltrechtsregisters in der Automobilbranche.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Rechtswissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 149. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die ersten politischen Auseinandersetzungen mit Umweltproblemen begannen Anfang der 1970er Jahre. Das gesteigerte Umweltbewusstsein der Bevölkerung sowie die Schadenersatzforderungen bei potenziellen Schadensereignissen führten dazu, dass sich Unternehmen ihrer Umweltverantwortung bewusst wurden. Umweltmanagementsysteme dienen der Analyse und Beurteilung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen, welche in einem Unternehmen erstellt werden. Basierend auf diesen Ergebnissen werden unternehmensstrategische Entscheidungen getroffen um potenzielle Risiken und die daraus resultierenden Schadenersatzforderungen zu minimieren. Die wichtigsten Beweggründe zur Teilnahme an einem Umweltmanagement sind: • Kosteneinsparungen; • Vertrauensbildung und Imagesteigerung; • Stärkung der Marktposition – Wettbewerbsvorteile; • Rechtliche Absicherung; • Motivationssteigerung der Mitarbeiter und die • Früherkennung von Umweltproblemen und Begrenzung der Umweltauswirkungen. Die zwei wichtigsten Umweltmanagementsysteme sind die EMAS-Verordnung und EN ISO 14001. Der Inhalt der Vorschriften beider UMS ist größtenteils deckungsgleich, wobei beim UMS nach der EMAS-VO zusätzlich jährlich eine Umwelterklärung erstellt bzw. diese aktualisiert werden muss, mit dem Ziel, die Umweltwirkungen bzw. –leistung einer Organisation der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ende des Jahres 2009 wurde die EMAS II-VO novelliert. Am 11. Jänner 2010 ist EMAS III- VO in Kraft getreten. Durch die Novellierung wurden besonders für Klein- und Mittelbetriebe Verwaltungsvereinfachungen und Anreize zur Teilnahme installiert. Die europäische Verordnung ist nun weltweit anwendbar. Zukünftig müssen von den einzelnen Organisationen Kernindikatoren errechnet und in der UWE veröffentlicht werden, um die Vergleichbarkeit der Umweltleistung mit vorherigen Perioden zu ermöglichen. Die EU- Mitgliedsstaaten wurden verpflichtet, Werbemaßnahmen durchzuführen und Referenzdokumente, welche den Vergleich der Umweltleistung innerhalb der verschiedensten Branchen ermöglichen soll, zu erstellen. Kommunaler und betrieblicher Umweltschutz dient nicht nur dem betriebswirtschaftlichen Zweck sondern auch der ständigen Verbesserung und langfristigen Sicherung der Lebensqualität.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender:

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