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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Bernhard Hitzberger (2010): Das Dauergrünland im ökologischen und ökonomischen Vergleich mit Wechselwiesen und Feldgrasflächen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 114. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Grünlandbewirtschaftung und deren unterschiedlichen Nutzungsformen spielen in Österreich - mit rund 50% Grünfutterflächenanteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche- eine wichtige Rolle. In einem Langzeitversuch über 23 Jahre (1987-2009) wurden bei unterschiedlichen Düngerarten und Düngeniveaus ökologische und ökonomische Parameter auf Dauer-, Wechselwiesen und Feldgrasflächen am LFZ Raumberg-Gumpenstein erhoben und untereinander verglichen. Die ökologischen Parameter wie pH-Wert, Humusgehalt, Kohlenstoffgehalt, Aggregatstabilität sowie Artenvielfalt lagen auf Wechselwiesen und Feldgrasflächen tendenziell niedriger als auf Dauerwiesen. Es zeigte sich weiters, dass die Trockenmasseerträge und Futterinhaltsstoffe in einem engen Zusammenhag mit der ausgebrachten Düngermenge und Düngerart stehen. Bei Wechselwiesen und Feldgrasflächen betrugen die TM- Ernteerträge in den ersten drei Hauptnutzungsjahren durchschnittlich 100 dt/ha TM und waren somit über jenen der Dauergrünlandflächen wo im langjährigen Mittel 80 dt/ha TM geerntet wurden. Bei Dreischnittregimen lagen die durchschnittlichen Erträge bei 90 dt/ha TM, hingegen zeigten sich bei Fünfschnittregimen TM- Erträge von 100 dt/ha. Hervorzuheben sind hier die niedrigen TM- Ernteerträge des Anlagejahres der Wechselwiesen, welche bei rund 55 dt/ha TM lagen. Im ökonomischen Gesamtkontext, stellte sich das positive Kosten- Nutzen Verhältnis der Wechselwiesen sowie der Anbau von energiereichen Feldgrasmischungen auf Böden mit hohem Ertragspotenzial als wirtschaftliche Bewirtschaftungsform dar. Ökologische und ökonomische Aspekte der Dauer-, Wechselwiesen und Feldgrasflächen stehen im engen Zusammenhang zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Synergien wirken sich positiv bzw. negativ auf die Umwelt und die betrieblichen Einkünfte aus.

Beurteilende(r):

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