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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Denise Herold (2010): Identification and characterisation of endogenous mammalian gene regulatory elements.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Angewandte Mikrobiologie (IAM), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Seit der Zulassung des ersten in tierischen Zellen produzierten therapeutischen Proteins vor über 20 Jahren ging die Entwicklung weiter in Richtung Produktion in tierischen Zellen. Dabei wurden vor allem die Ovarien-Zellen des chinesischen Hamsters (CHO) verwendet. Meist kommen starke Promotoren viralen Ursprungs, zum Einsatz. Jedoch damit verbunden sind starke Stressreaktionen. Eine Möglichkeit diese Nachteile zu umgehen ist die Verwendung endogener Promotoren, da diese im Gegensatz dazu von tierischen Zellen reguliert werden können. Da die genomische Sequenz von CHO Zellen bis heute nicht verfügbar ist, müssen andere, arbeitsintensive Methoden gefunden werden um solche endogene Promotoren zu identifizieren. Der Ansatz der vorliegenden Studie war, Promotor-Elemente in 5’ cDNA Enden von bekannten stark exprimierten CHO-Genen durch Anwendung der schnellen Amplifikation von 5’ cDNA Enden (5’ RACE) zu identifizieren. Luziferase Reporter Assays ergaben, dass keines der identifizierten 5’ cDNA Enden Promotor Aktivität zeigte. Um Promotoren von eng miteinander verwandten Species für die Expression rekombinanter Gene zu untersuchen, wurde der Maus Psmd3 Promotor identifiziert und charakterisiert. Stückweises Verkürzen und Luziferase Reporter Assays ermöglichten die Bestimmung der minimalen Promotorregion. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die minimale Promotorregion dazu fähig ist eine starke Expression hervorzurufen, sowohl in den originalen Maus Zellen als auch in CHO Zellen, wo die Expression sogar 5,6-mal stärker war als die Expression bedingt durch den viralen SV40 Promotor. Diese eindrucksvollen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass tierische Promotoren aus stark exprimierten Genen dazu im Stande sind wiederum hohe Expressionsraten, sowohl als endogene Promotoren im originalen genomischen Kontext der Zelllinie als auch als transient transfiziertes Reportergen Konstrukt in verwandten Zelllinien, zu erzielen.

Beurteilende(r): Grabherr Reingard
1.Mitwirkender: Ernst Wolfgang

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