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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Barbara Elisabeth Lechner (2010): Root growth characteristics and heavy metal accumulation of Salix caprea grown in split-root systems.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 36. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Pflanzenwurzeln können auf Metallbelastungen mit Vermeidung, im Falle einiger hyperakkumulierender Arten auch mit präferenziellem Wachstum in kontaminierte Bereiche reagieren. Die Effizienz der Reinigung metallbelasteter Böden mit Hilfe von Pflanzen (Phytoextraktion) kann daher durch heterogene Verteilung der Schwermetalle im Boden beeinflusst werden. Die Salweide (Salix caprea), eine Cd- und Zn-akkumulierende Pionierbaumart kommt aufgrund ihrer hohen Biomasse-Produktivität für die Phytoextraktion metallbelasteter Böden in Betracht. In der vorliegenden Masterarbeit wurden die Wurzelmasseverteilung und Veränderung der Wurzelcharakteristika (Wurzellänge, Wurzeloberfläche und Durchmesser) von S. caprea bei homogener und heterogener Verteilung von Cd und Zn in Gefäß- und Rhizoboxversuchen untersucht. Wurzeleigenschaften wurden durch Einscannen der Wurzeln und anschließender Analyse mit WinRhizo Software gemessen. Schwermetallkonzentrationen im Spross wurden nach Aufschluss mit einer HNO3 - HClO4 Mischung mittels ICP-MS analysiert. Salix caprea zeigte keinen signifikanten Unterschied bei der Wurzelmasseverteilung bei heterogener Metallbelastung und auch die Wurzeleigenschaften wiesen keine Veränderung im Vergleich zu homogener Schwermetallverteilung auf. Zugleich konnte kein Unterschied der Metallaufnahme in den Spross zwischen homogen und heterogen belasteten Varianten festgestellt werden. Da kein präferenzielles Wurzelwachstums in metallbelastete Kompartimente der heterogenen Varianten gefunden wurde, ist die verhältnismäßig hohe Metallaufnahme in heterogenen Varianten vermutlich auf eine erhöhte physiologische Aufnahme von Schwermetallen zurückzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Extraktionseffizienz der Salweide für Cd und Zn auch bei heterogener Verteilung dieser Schwermetalle im Boden nicht beeinträchtigt wird.

Beurteilende(r): Wenzel Walter

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