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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lukas Tremetsberger (2010): Influence of botanical competition on biomass production and nutritive quality of three grassland crop species.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 57. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, wie sich interspezifische Konkurrenz zwischen Grünland-Futterpflanzen und Beikräutern auf den Trockenmasseertrag und die Futterqualität bezogen auf Verdaulichkeit der organischen Masse und Netto-Energie Gehalt der Futterpflanzen auswirkt. Die drei Futterpflanzen Englisches Raygras (Lolium perenne), Zichorie (Cichorium intybus) und Rotklee (Trifolium pratense) wurden mit neun Beikräutern in binären Mischungen in einem Topfversuch in Uppsala, Schweden angebaut. Alle Pflanzen pro Topf wurden zur gleichen Zeit geerntet und die Trockenmasseerträge wurden für jede Spezies separat erhoben. Die in vitro Verdaulichkeit der organischen Masse wurde nach der Methode von Tilley und Terry (1963) ermittelt und der Gehalt an Netto-Energie-Laktation mit Hilfe der verdaulichen organischen Masse errechnet. Die von den Futterpflanzen produzierte Trockenmasse wurde in den meisten Fällen durch die Konkurrenz mit Beikräutern im Vergleich zu Futterpflanzen-Reinsaaten reduziert. Sehr ertragreiche Beikräuter zeigten hohe Erträge sowohl in Reinsaat als auch in Mischungen mit den drei Futterpflanzen, wodurch sich teilweise hohe Gesamtfuttererträge ergaben. Die Verdaulichkeit der organischen Masse der Futterpflanzen wurde durch die Konkurrenz mit Beikräutern kaum verändert, eine Tatsache, die auch in anderen Untersuchungen gezeigt werden konnte. Die Energiegehalte waren ebenso schwachen Veränderungen ausgesetzt, diese Beobachtungen decken sich nur zum Teil mit anderen wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Tatsache, dass es durch Konkurrenz zwischen Futterpflanzen und Beikräutern zu keiner Verschlechterung der Qualität der Futterpflanzen kommt, ist bei der Verwendung von Mischungen zur Futterproduktion und in Dauergrünland bedeutsam, da ein gewisser Anteil an Kräutern und Leguminosen toleriert beziehungsweise erwünscht ist. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Ergebnisse dieser Studie nicht ohne Vorsicht mit anderen Arbeiten verglichen werden können und dass weitere Forschung in diesem Bereich die Zusammenhänge zwischen Konkurrenz und Futterqualität unter landwirtschaftlichen Praxisbedingungen betrachten soll.

Beurteilende(r):

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