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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Gabriele Lochner (2010): Optimales Grünland - Erneuerungsverfahren im Dauergrünland mit Gemeiner Rispe.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 153. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Diplomarbeit betrachtet und bewertet die aktuellen Nachsaattechniken für die Grünlanderneuerung und die Optimierung des Bestandes beim Auftreten von Gemeiner Rispe (Poa trivialis). Die Starkstriegel-Varianten von den Firmen Apv und Güttler sind mit dem Leichstriegel der Firma Hatzenbichler und einer Variante zur Kontrolle verglichen worden. Im Rahmen dieses praktisch angelegten Exakt-Versuches sind die Ergebnisse der Bodenparameter, Pflanzenparameter und die Futterqualitätsparameter statistisch ausgewertet worden. Die Ergebnisse während der Nachsaat haben beim Leichstriegel von Hatzenbichler einen offenen Boden von nur rund 6 Flächeprozent ergeben. Durch die Starkstriegel in den Varianten Apv und Güttler ist eine stärkere Öffnung des Bodens um etwa 80% im Vergleich zur Leichtstriegel-Variante von Hatzenbichler erzielt worden. Trotz der relativ starken Eingriffe in den Pflanzenbestand erholt sich die Narbendichte bei den Starkstriegel-Verfahren wieder gut. In der sensorischen Silage-Bewertung hat sich in den Starkstriegel-Varianten eine Verminderung der Muffigkeit speziell im Grad der Gemeinen Rispe (Poa trivialis - Muffigkeitsstufen 1-5) bereits im ersten Jahr nach der Sanierung ergeben. Untersuchungen haben gezeigt, dass im Labor bezüglich der Qualitätsminderung des Futters durch die Gemeine Rispe keine repräsentativen Aussagen gemacht werden können. Somit kann energiereiches und qualitativ hochwertiges Futter durch den extrem muffigen Geruch und Geschmack der Gemeinen Rispe (Poa trivialis) bei der Fütterung als schlechtes Futter abschneiden. Eine Entfernung der Gemeinen Rispe ist ab 10% im Bestand unbedingt notwendig, diese bringt mit den Starkstriegel-Varianten von Apv und Güttler langfristig gesehen einen gesicherten Mehrertrag und qualitativ hochwertige Futterpartien. Die Sanierung von Gemeiner Rispenbestände wird in der Praxis zunehmen.

Beurteilende(r):

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