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Gewählte Dissertation:

Markus Huber (2010): Evaluating individual-tree growth simulators in terms of natural stand dynamics.
Dissertation - Studienabteilung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 182. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit hatte zum Ziel die Einzelstammsimulatoren BWINPro, MOSES, SILVA und PROGNAUS hinsichtlich der simulierten Langzeitentwicklung der Baumartengesellschaft und der simulierten Abfolge von Waldentwicklungsphasen zu evaluieren. Um aus Bestandesmerkmalen Entwicklungsphasen herleiten zu können wurden Daten der Österr. Waldinventur verwendet um statistische Klassifikationsmodelle hierfür zu entwickeln. Dann wurden die 4 Simulatoren neu programmiert um auszuschliessen, dass ein unplausibles Modellverhalten im Quellcode abgefangen wird. Für SILVA war die Implementierung eines Verjüngungsmodells nicht möglich, wodurch dieser Simulator für die Untersuchungen nicht verwendet werden konnte. Mit den restlichen Simulatoren wurde die Entwicklug von verschiedenen Standorten über einen Zeitraum von 2500 Jahren, ohne Berücksichtigung von menschlichen Eingriffen, simuliert. Für PROGNAUS zeigten sich je nach Standortseigenschaften unterschiedliche Artengesellschaften im Gleichgewicht. Vergleiche mit der für die Standorte von vegetationskundlichen Experten erwarteten Artengesellschaft zeigten, dass PrognAus für den Großteil der Österreichischen Wälder gute Ergebnisse liefert; das sind jene Standorte, wo Fichte und Buche die potentielle natürliche Waldgesellschaft dominieren. Die Schwächen von PROGNAUS lagen in der Simulation von Eichen- und Kiefern dominierten Waldtypen. BWINPro simulierte, unabhängig vom Standort, reinen Buchenwald. Hinsichtlich der simulierten Abfolge von Waldentwicklungsphasen zeigten PROGNAUS und BWINPro plausible Ergebnisse. Da beide Simulatoren eine Kluppschwelle verwenden und daher Verjüngung nicht direkt berücksichtigen, können sie jene Phasen nicht gut reproduzieren die Verjüngung als Hauptmerkmal haben. Langzeitsimulationen mit MOSES zeigten unrealistisch niedrige Bestandesvolumina. Hohe Bestandesdichte führt zu sehr hohen Konkurrenzindexwerten für die einzelnen Bäume und damit zu niedrigen Wachstumsraten.

Betreuer: Sterba Hubert

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