BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Silvester Fail (2010): Two-Stage Gasification Characterisation of Pyrolysis of Woodchips and Pellets.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 66. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
2-stufige Vergasung von Biomasse ist eine vielversprechende Technologie zur Kraft-Wärme Kopplung im Bereich von 1-5 MWth. Wenige wissenschaftliche Daten über dieses Systems existieren in großem Maßstab, besonders was den Einsatz von pelletierter Biomasse betrifft. In einer Parameterstudie mit Hackschnitzel und Pellets von Pinus pinaster wurde der Einfluss der Pyrolysetemperatur (450-750°C), der Verweilzeit (30 min-90 min) und des Durchsatzes (10-20 kg/h) auf die Pyrolyseeinheit eines Versuchsreaktors zu 2-stufigen Vergasung untersucht. Pyrolyse von Biomasse führt zur Bildung von Holzkohle, Gas und kondensierbaren Verbindungen (Teer und Wasser). Eine Erhöhung der Pyrolysetemperatur führte zu einer Verringerung der Holzkohleausbeute aber zu einer Verbesserung der Holzkohlequalität. Die Gasausbeuten sowie auch die Heizwerte der Gasfraktion stiegen bei hohen Pyrolysetemperaturen merklich an. Durch thermisches Cracken wurden unter hohen Temperaturen weniger Teere gebildet. Zwischen 25% (bei 450°C) und 50% (bei 750°C) dieser Teere konnten mit Hilfe von Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung quantifiziert werden. Pyrolyseöle welche bei 750°C gebildet wurden setzten sich hauptsächlich aus tertiären Teeren (PAK's) zusammen. Energiebilanzen der Pyrolyseeinheit wurden bei verschiedenen Temperaturen aufgestellt um den Energiebedarf, die Wärmeverluste und die enthaltenen Energien in den Pyrolyseprodukten abzuschätzen. Lange Verweilzeiten im Reaktor führten zu erhöhter Produktion an Holzkohle und zu einer Verbesserung der Kohlequalität. Die Erhöhung des Durchsatzes hatte denselben Effekt wie eine Verringerung der Pyrolysetemperatur. Hackschnitzel und Pellets verhielten sich ähnlich. Bemerkenswert war die große Schüttdichte der gebildeten Holzkohlepellets (800kg/m³).

Beurteilende(r): Weingartmann Herbert

© BOKU Wien Impressum