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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Matthias Mittermair (2010): Wuchsverhalten und Auswirkungen auf innere und äußere Fruchtqualität von verschiedenen Kirschenunterlagen auf die Süßkirschensorten Kordia und Regina.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Garten-, Obst- und Weinbau (IGOW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 86. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ein Sorten- Unterlagen Versuch bei Süßkirschen wurde 2006 im Versuchsgarten Jedlersdorf der Universität für Bodenkultur in Wien angelegt. Die zu untersuchenden Faktoren sind fünf verschiedene Kirschenunterlagen: schwachwachsende: Gisela 5, Piku 1, PHL-C und mittelschwachwachsende: Gisela 6 und Weiroot 158 Kirschenunterlagen auf den beiden Sorten Kordia und Regina. Die Bäume befinden sich im Beobachtungsjahr 2010 im 5.Standjahr. Die Bodenbedingungen sind mit schottrig sandig-lehmigen Boden für den Kirschanbau nicht optimal, und nicht als nicht wuchsfördernd einzustufen. Untersucht wurden in erster Linie vegetative und generative Parameter. In diesem Jahr wurden die Früchte erstmals auch auf ihre äußere und innere Qualität analysiert. Gisela 6 ist bei beiden Sorten die am stärksten wachsende Unterlage, während die anderen ungefähr dieselbe Wuchsstärke aufweisen. Gisela 6 erzielte auch die höchsten Baum- und kumulativen Erträge und hatte hohe Signifikanzen im Ertragsverhalten gegenüber allen Unterlagen. 2010 bei der Sorte Kordia erzielte Gisela 6 einen Ertrag von ca. 25 kg pro Baum. Die anderen Varianten konnten ertragsmäßig keine großen Unterschiede untereinander aufweisen. Nur die Unterlage PHL-C zeigte auf Regina die eindeutig niedersten Erträge. Gisela 6 war unter diesen gegebenen Bodenbedingungen die Unterlage die sich am besten bewährt. Bei den Fruchtanalysen waren einzelne interessante Ergebnisse zu verzeichnen. Gisela 5 hatte bei der Sorte Kordia die kleinste Fruchtgröße und die niedersten °Brix Werte. Die P-Wert Messungen waren bei PHL-C bei beiden Sorten am höchsten, das physiologisch negativ betrachtet werden kann. Die Sorte Regina hatte 2010 sehr schwache Erträge zu verzeichnen, da ein starker Rötelfruchtfall stattgefunden hat. Mehr als 50% der Früchte der befruchteten Blüten sind abgefallen. Regina ist laut Erfahrungen im Versuchsgarten eine Sorte, die nicht regelmäßig gute Erträge aufweist, da beispielsweise 2009 die Ernte viel höher als bei Kordia war. Laut den berechneten Ergebnissen der gewogenen geplatzten Früchte, scheint Kordia die platzfestere Sorte.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Modl Peter

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