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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Elisabeth Neuner (2010): Wintererbse (Pisum sativum ssp. sativum): Produktionskriterien und Versuchsergebnisse im Biologischen Landbau unter pannonischen Klimabedingungen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 158. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Probleme mit Krankheiten und Schädlingen sowie mangelnde Unkrautunterdrückung haben beim Anbau von halbblattlosen Körnererbsen zu Ertrags- und dadurch zu Anbauflächenrückgängen geführt. Daher wurde die Wintererbse (Pisum sativum ssp. sativum) als mögliche Alternativ-Körnerleguminose im pannonischen Klimagebiet an zwei Standorten in Niederösterreich im Jahr 2007/2008 geprüft. In einem Parzellenversuch in Platt, im Bezirk Hollabrunn, wurden 11 Wintererbsensorten bzw. -genotypen auf ihre Anbaueignung in Bezug auf Winterhärte, Standfestigkeit, Schädlingsbefall und Kornertrag untersucht. Die französischen Halbblatttypen Cheyenne und Lucy erbrachten mit 2500 und 2060 kg/ha die höchsten Kornerträge. Aufgrund des milden Winters 2007/2008, mit einem Tiefstwert von nur -12 °C, war keine Beurteilung der Winterhärte der geprüften Wintererbsensorten möglich. Die Blatttypen in Reinsaat erzielten am Standort Platt Kornerträge von nur maximal 500 kg/ha. Der Anbau von Blatttypen in Reinsaat ist aufgrund der hohen Lagerneigung nicht vorteilhaft. Die Wintererbsensorte EFB 33 (Blatttyp) erbrachte am Demonstrationsversuch Standort Senning, im Bezirk Korneuburg, Kornerträge von mindestens 840 bis knapp 2000 kg/ha. Am Demonstrationsversuch wurden verschiedene Winterkörnerleguminosen in Reinsaat oder im Gemenge und bei verschiedenen Anbauterminen bewertet. Dabei erwies sich der Anbau von Blatttypen im Gemenge mit Winterweizen als Stützfrucht als empfehlenswert. Wintererbsen können als Ersatz für Winterwicken angebaut werden. Für die Wintererbse ist an beiden Standorten der Saattermin Mitte Oktober, wie bei Winterweizen üblich, optimal. Eine eindeutige Aussage über die Anbaueignung von Wintererbsensorten im pannonischen Klima ist erst nach mehrjährigem Anbau und somit weiterer Prüfung der Sorten möglich. Auch sind zur Optimierung des Mischungsverhältnisses im Gemengeanbau und bezüglich gemeinsamer Abreifezeit noch weitere Untersuchungen erforderlich.

Beurteilende(r): Liebhard Peter
1.Mitwirkender:

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