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Gewählte Dissertation:

Ronald Mihala (2011): Verbundtragverhalten und Bemessung randnaher eingemörtelter Verankerungen in Beton unter Zugbeanspruchung.
Dissertation - Studienabteilung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 278. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Bauwesen werden in zunehmendem Maße zur Einleitung von Lasten in Beton Befestigungssysteme auf der Grundlage chemischer Mörtel verwendet. Diese umfassen nicht nur die herkömmlichen Verbunddübel, sondern auch Bewehrungsanschlüsse mit nachträglich eingemörtelten Bewehrungsstäben zur Verbindung von Stahlbetonteilen. Sowohl die Lastweiterleitung als auch die Bemessung nachträglich eingemörtelter Bewehrungsstäbe erfolgt – wie bei einbetonierten Bewehrungsstäben - nach den Tragmechanismen und Gesetzen der Stahlbetonnorm DIN 1045-1. Die Zuglasten werden in das Bauteil verankert oder per Übergreifungsstoß auf die im Bauteil vorhandene Bewehrung übertragen. Das Bemessungsmodell der Verbunddübel hingegen beruht auf dem CC-Verfahren (CC = Concrete Capacity), das durch die Unterscheidung in Lastrichtungen und Brucharten die optimale Ausnützung der Dübel ermöglicht. Trotz der Ähnlichkeit der beiden genannten Systeme - einziger Unterschied ist die Verwendung von Gewindestangen statt Bewehrungseisen bei Verbunddübeln – erfolgt die Bemessung unterschiedlich. Ziel dieser Forschung ist es, aufbauend auf experimentellen Versuchen und in weiterer Folge mit Unterstützung der Methode der finiten Elemente, ein Bemessungsmodell zu schaffen, welches es erlaubt, beide Systeme einheitlich zu bemessen. Es also möglich macht, einen Verbunddübel genauso nah an den Rand zu setzen und zu bemessen wie eingeklebte oder einbetonierte Bewehrungsstäbe.

Betreuer: Bergmeister Konrad

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