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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michael Fuerst (2011): Überflutungsraumanalysen anhand von Beispielen an der österreichischen Donau - Beitrag zur Verbesserung einer Evaluierungsmethodik.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 150. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von Überflutungsräumen entlang der österreichischen Donau hinsichtlich ihrer hydrologischen (Retention) und hydraulischen Wirkung im Hochwasserfall. Zentraler Hintergrund dieser Untersuchung war die EU-Hochwasserrichtlinie, welche u.a. besondere Akzente in der Bewertung, Nutzung und Rückgewinnung von Retentionsräumen fordert. Dieser Forderung nachkommend wurde bereits 2008 im Rahmen des EU-Projektes PRO_Floodplain eine Methode zur integrativen Bewertung und Evaluierung von Überflutungsflächen entwickelt. Das Ergebnis dieser Methode, die Floodplain Evaluation Matrix (FEM) sollte in weiterer Folge im Projekt „Retentionsraumanalysen an der österreichischen Donau“ getestet und weiterentwickelt werden. Als Teil dieses Projekts, beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit der Erhebung und Evaluierung der relevanten hydrologischen und hydraulischen Parameter, die für die Beschreibung der Retentions- und Abflusswirkung auf Überflutungsflächen unter verschiedenen geomorphologischen Randbedingungen im Hochwasserfall von Bedeutung sind. Hierbei wurden instationäre 2D-Berechnungen für die Gebiete Machland, Stopfenreuth (Nationalpark Donau-Auen) und Enghagen (Linzer Feld) durchgeführt. Im Zuge einer Sensitivitätsanalyse wurde Mithilfe der 2D-Modellierung eine umfassende Parameterstudie für die relevanten hydrologischen (Scheitelabminderung, Scheitelverzögerung) und hydraulischen (Wasserspiegellagen, Fließgeschwindigkeiten, Sohlschubspannungen) Kenngrößen durchgeführt, wobei verschiedene Szenarien (Dammverschiebungen und Rauigkeitsänderung in den Vorländern) untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die großen Überflutungsräume (z.B. Machland und Nationalpark Donau-Auen) für überregionale, hydrologische Parameter von zentraler Bedeutung sind. Bei allen Überflutungsräumen (auch bei kleineren Gebieten wie z.B. Enghagen) sind zudem die lokalen, hydraulischen Parameter besonders zu berücksichtigen und negative Auswirkungen auf Nachbarn (Dritte) und unmittelbare Unterlieger zu vermeiden. Deshalb sind Maßnahmen zu deren Erhalt und – wo möglich - Wiederherstellung wichtig und zielführend.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Schober Bernhard

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