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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Sandra Weilner (2011): Nachweis von Iris yellow spot virus (IYSV) an ausgewählten Allium-Arten und dessen Überwinterungswirten in österreichischen Anbaugebieten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Garten-, Obst- und Weinbau (IGOW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 76. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Iris yellow spot wurde erstmals 1989 in den USA nachgewiesen. IYSV konnte in den letzten Jahren den meisten Zwiebelanbauregionen der Vereinigten Staaten und viele Ländern nachgewiesen werden. Der wirtschaftlich bedeutendste Wirt ist die Zwiebel (Allium cepa). Der Erstnachweis in Europa und eine detaillierte Beschreibung erfolgte 1998 an Iris hollandica in den Niederlanden. Kurz danach konnte ein Befall an Zwiebel in Israel nachgewiesen werden. Mittlerweile ist es in den meisten Zwiebel produzierenden Ländern Europas verbreitet. Derzeit sind die verursachten Schäden durch IYSV in Europa noch gering, jedoch ist aus den Vereinigten Staaten bekannt, dass es zu den gefürchtesten Krankheitserregern in der Zwiebelproduktion zählt..Aufgrund der polyphagen Lebensweise des Thrips kann eine Erweiterung des Wirtspflanzenkreises und der Befall weiterer bedeutender Kulturpflanzen auch außerhalb des Gemüse- und Zierpflanzenbaues, nicht ausgeschlossen werden. In Österreich konnte das IYSV in allen Zwiebelanbauregion mit dem DAS-ELISA nachgewiesen werden. Des Weiteren erfolgte ein Erstnachweis von IYSV an Porree für Österreich. Darüber hinaus konnte auch ein Befall in einer Zwiebelbulbe nachgewiesen werden (es ist dies weltweit der dritte und für Europa der zweite derartige Nachweis). Der Nachweis von Thripsen als mögliche Überwinterungswirte verlief negativ. Der Ausfallzwiebel stellt ein potentielles Inokulum zu Beginn der Vegetation dar. Somit ist ein gründliches Entfernen von Ernteresten vom Feld als Präventivmaßnahme von großer Bedeutung. Der Stellenwert von infizierten Unkräutern als Überdauerungs- oder Verbreitungsorganen ist bis heute ungeklärt. Das Virus konnte an elf Unkrautarten mit dem DAS-ELISA-Verfahren bestätigt werden, davon stellen sechs Arten nach dieser Methode neue Wirte von IYSV dar. Mit der PCR konnte es an Unkräutern nicht nachgewiesen werden. Daher wurden jene Proben von Unkräutern, die in der PCR ein negatives Ergebnis zeigten, und in der ELISA positiv waren, gespikt. Es zeigte sich jedoch, dass in den Proben keine Inhibitoren vorhanden waren. Zu einigen Proben wurde BSA in der PCR zugesetzt, dies brachte aber kein anderes Ergebnis.

Beurteilende(r):

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