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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stephanie Schuler (2011): Hochlagenbegrünungen - Erfolgskontrolle von Begrünungen im Schigebiet Montafon/Vorarlberg.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 184. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Beim Bau von Schipisten kommt es häufig zu starken Geländeveränderungen, die sich sowohl auf das Erosionsgeschehen, als auch auf das Landschaftsbild negativ auswirken. Ohne eine entsprechende Begrünung kann sich dort nur sehr langsam ein Vegetationsbestand bilden. Im Zuge der vorliegenden Masterarbeit wurde eine Analyse bestehender Pistenbegrünungen im Schigebiet Silvretta Montafon in Vorarlberg durchgeführt. Die Vorgehensweise wurde dabei so gewählt, dass vom anfänglich großen Maßstab auf das Detail übergegangen worden ist. Eine Bewertung von allen 208 Pistenabschnitten des Montafoner Hochjochs und der Silvretta Nova erfolgte mittels ausgewählter Parameter, die mit unterschiedlichen Methoden erhoben wurden. Diese wurden in ein GIS-System eingearbeitet und analysiert. Durch das Verschneiden der Ergebnisse der Faktorenanalyse wurden 17 repräsentative Flächen mit unterschiedlichem Begrünungserfolg ermittelt. Dabei wurden vor allem der Deckungsgrad und der Vermoosungsgrad, aber auch die Unterschiedlichkeit der Flächen in Bezug auf Höhenlage, Düngung und Alter berücksichtigt. Diese Pistenabschnitte sind im Detail mit dem Frequenzrahmen untersucht worden. Es wurden je Fläche Bodenproben entnommen und im Labor analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte aller Pistenabschnitte schlecht in das Landschaftsbild eingebunden ist. Die untersuchten Faktoren sind zudem stark von der Höhenlage abhängig. Während Deckungsgrad und der Feinerdeanteil mit zunehmender Seehöhe sinken, steigt der Vermoosungsgrad der Flächen an. Die Detailaufnahmen weisen darauf hin, dass zahlreiche ausgesäte Arten im Bestand ausgefallen sind. Laut Bodenanalyse handelt es sich um sehr saure Flächen, die keinen messbaren Kalkgehalt aufweisen. Die Schlussfolgerung der Ergebnisse lautet, dass im vorliegenden Fall die verwendete Saatgutmischung nicht standortgerecht ist, da es sich um stark saure Böden handelt und einige in der Saatgutmischung enthaltenen Arten nur in Tieflagen ausdauernd wachsen können. Dadurch sind diese begrünten Flächen auf eine ständige Düngung und Pflege angewiesen. Für den Deckungsgrad und den Grad der Vermoosung der Flächen beider Gebiete sind die Höhenlage, der Feinerdeanteil und der Erschließungsgrad der Pisten ausschlaggebend.

Beurteilende(r): Florineth Florin
1.Mitwirkender: Rauch Johann Peter

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