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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stephanie Gehring (2011): Mauern und Metallzäune. Bau- und kulturgeschichtliche Entwicklung historischer Einfriedungen der Marktgemeinde Rankweil..
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 225. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Forschungsarbeit entstand im Rahmen des Mauerinventars Vorarlberg im Jahr 2010. Sie geht der Frage nach, wie sich Metallzäune und Einfriedungsmauern aus Naturstein in Rankweil, aus bau- und kulturgeschichtlicher Sicht, verändert haben. Ziel ist es, diese Kleinbauwerke näher ins Blickfeld der Leserinnen und Leser bzw. der Bevölkerung zu rücken und somit einen Beitrag zur Wertzuschätzung und Erhaltung zu liefern. Zudem stellen Ergebnisse zu Bauweisen, Materialien und Stilen sowie die Inventarblätter wichtige Informationen für Unterhalt bzw. Sanierung der jeweiligen Objekte dar. Analysiert wurden neben den bereits durch das Mauerinventar aufgenommenen Natursteinmauern, jene zusätzlich erhobenen Metallzäune von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Die baugeschichtliche Analyse zeigt, dass Rankweil früher weitaus mehr Einfriedungen besaß als heute. Die Gründe für Verlust bzw. Veränderung dieser Objekte liegen neben mangelnden Unterhaltsmaßnahmen in den ab Mitte des 20. Jahrhunderts stärker werdenden Bautätigkeiten. Die räumliche Verteilung aller verschwundenen sowie erhaltenen Einfriedungen weist eine Konzentration an alten Wegverbindungen und Ortsteilen auf und gibt somit Auskunft über alte Strukturen und Gebiete von ehemals landwirtschaftlicher Bedeutung. Die Gründe eine Einfriedung zu errichten, liegen in der Nutzung und Lage des betreffenden Grundstücks. Natursteinmauern treten immer an (ehemaligen) landwirtschaftlichen Flächen auf. Zäune hingegen befinden sich immer bei Wohnhäusern, zumeist an viel begangenen Straßen. Die kulturgeschichtliche Analyse ergab, dass die meisten Zäune in Rankweil aus der Zeit des Historismus stammen. Jüngere Zäune zeigen Tendenzen des Jugendstils. Der Flechtzaun stellt das Bindeglied zwischen den Mauern und den Zäunen des Historismus und Jugendstils dar. Somit konnte durch die Ergebnisse beider Analysen eine zeitliche Reihung der Einfriedungen vorgenommen werden.

Beurteilende(r): Florineth Florin
1.Mitwirkender: Drexel Anna Maria

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