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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Bettina Fähnrich (2012): Machbarkeitsstudie zur Entwicklung einer triploiden Kamillensorte unter Fokussierung der Erzeugung männlich steriler Mutterlinien, der Kreuzung unterschiedlicher Ploidiestufen, der Aufarbeitung relevanter Daten und der Untersuchung zu Triploiden innerhalb bestehender Sorten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 97. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Masterarbeit wurde als Machbarkeitstudie für die Entwicklung einer triploiden Kamillesorte (Matricaria recutita) konzipiert und beinhaltet dementsprechend sowohl Recherche als auch eigene Versuchsarbeiten. Um männlich sterile Mutterlinien zu gewinnen, wurden Experimente mit Gibberellinsäure-Spritzungen in einer Konzentration von 100 ppm bei mehrmaliger Aufbringung durchgeführt, wobei sich ein signifikanter Einfluss auf den Prozentsatz der beeinträchtigten Blütenkörbchen und der infertilen Pollen ergab. Um gegebenenfalls spontane Triploide zu eruieren, wurden 120 Pflanzen per Flow-Zytometrie analysiert. Dabei zeigten sich in zwei von drei Sorten "Ploidiestufen-Fremdlinge" mit einer anderen als der durch die Sorte an sich erwarteten Ploidiestufe und generell eine weite Streuung der Chromosomenanzahl bei autotetraploiden Individuen, jedoch keine Triploide. Die ursprünglich durch Colchizinierung erhaltenen Autotetraploiden bildeten mitotische Chromosomenzahlen von 2n=4x-1=35 bis 2n=4x+3=39. Mittels mikroskopischer Quetschpräparate der Wurzelspitzen nach Feulgen-Färbung konnten die ermittelten Ploidiestufen auch optisch verifiziert werden. Zusätzlich wurden auch fünf reproduktive Merkmale über sechs Monate hinweg erfasst. Diploide Kamillepflanzen scheinen unter Versuchsbedingungen (abnehmende Tageslängen!) blühfreudiger zu sein als tetraploide (signifikanter Unterschied der Verhältnisse der blühenden/nicht blühenden Pflanzen). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Unterscheidung verschiedener Sorten ('Bona' blühfreudiger als 'Manzana', diese blühfreudiger als 'Lutea'), doch weder zwischen Ploidiestufen noch zwischen Sorten ergab sich eine signifikante Unterscheidung bei Blühbeginn, Blütezeit der Gesamtpflanze, Blühdauer des einzelnen Blütenköpfchens, Anzahl der Samen pro Blütenköpfchen oder Keimfähigkeit.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender:

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