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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Daniel Doerr (2011): Simulation des Einflusses von Abflussereignissen auf die Stabilität der Uferböschungen im Nationalpark Donau-Auen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 216. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung des Einflusses von Abflussereignissen auf die Uferböschungsstabilität sowie die Analyse des Böschungsbruchs als maßgeblich an der Ufererosion beteiligten Prozess. Da die Stabilität der Uferböschungen mit der vorherrschenden Porenwasserverteilung variiert, bedarf es einer genauen Untersuchung des Bodenwasserhaushalts. Dazu wurde mittels Untergrunderkundungen eine geeignete Stelle im Nationalpark Donau-Auen ausgewählt, die ein Monitoring der die Böschungshydrologie beeinflussenden Faktoren ermöglicht. Der Boden am Untersuchungsstandort besteht aus Abfolgen von schluffigen Überflutungssedimenten der Donauhochwässer und an der Basis aus Kiesen reliktärer Flussschotterfluren. Aufgrund von Labor- und Feldmessungen wurden die bodenphysikalischen und geotechnischen Parameter des standörtlichen Böschungsmaterials bestimmt. Zusammen mit den Daten des Monitorings bildeten sie die Grundlage für den Aufbau und die Kalibrierung eines Modells, das eine Simulation der Wasserbewegung und der Böschungsstabilität während eines beobachteten Abfluss- und Niederschlagsereignisses ermöglichte. Weiters wurden die maximalen Böschungshöhen und Überhangbreiten für unterschiedliche Donausedimente und Porenwasserdruckverhältnisse untersucht. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Einfluss des Porenwassers auf die Böschungsstabilität. Erst aufgrund der scheinbaren Kohäsion durch die Wirkung negativer Porenwasserdrücke sind die im Untersuchungsgebiet angetroffenen Böschungen standfest und erlauben die Ausbildung vertikaler Böschungen. Selbst im gesättigten Zustand kohäsionloses, sandiges Material kann durch die scheinbare Kohäsion im teilgesättigten Zustand Überhänge von bis zu 30 cm ausbilden. Während Abflussereignissen ist die Stabilität nach der Hochwasserspitze während des Rückgangs des Wasserstandes am geringsten.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Klösch Mario

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