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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Bettina Mühlburger (2011): Direct and Surrogate Bedload Measurement Methods at the Isel River Gauging Station.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Geschiebemessungen bilden eine wichtige Datenbasis für die Planung flussbaulicher Maßnahmen, wie etwa Hochwasserschutz oder Flussrevitalisierung. Die gewonnenen Daten dienen Analysen von und Maßnahmen gegen Sohleintiefung und Auflandungsprozessen. Gewonnene Erkenntnisse unterstützen die Erstellung von Geschiebebilanzen und die Verwendung von Geschiebetransportformeln und Modellen. An der Messstation in Lienz (Iselsteg) werden direkte und indirekte Methoden zur Geschiebemessung zum Einsatz gebracht. Ein mobiler Geschiebefänger wird per Kran über eine im Flussbett befestigte Grießsäule gehoben und bis zur Sohle abgesenkt. Zusätzlich wurde eine Geophonanlage über den gesamten Flussquerschnitt installiert. Sie misst kontinuierlich jedes an der Sohle bewegte Geschiebekorn, das auf die mit Geophonen bestückten Stahlplatten trifft. Die so indirekt erfasste Geschiebebewegung wird als Ergebnis in Minutensummen abgespeichert. Wesentlich waren Rückschlüsse auf die räumliche Geschiebetransportverteilung. Zum Beispiel wurde erkannt, dass die „Hauptgeschiebestraße“ in der Mitte des Flussquerschnitts liegt, und nicht in der orographisch linken Tiefenrinne. Für Korngrößen über 20 mm konnte der Geschiebetriebbeginn bei einem Durchfluss von 60 m³ / s ermittelt werden. Zusätzlich war ein Zusammenhang zwischen Durchfluss und Impulsen (also indirekt dem Geschiebetrieb) feststellbar, nachdem die starken Schwankungen der Impulsverteilung durch die Anwendung einer gleitenden Mittelbildung geglättet werden konnten. Dieses Verfahren ermöglichte es auch, das Pulsieren des Geschiebetransportes in Form von Geschiebewellen und deren Abständen zu ermitteln. An der Isel wurden Mittelwerte zwischen 36 und 38 Minuten zwischen zwei Wellengipfeln ermittelt. Die Bewertung der bisherigen Ergebnisse aus den direkten und indirekten Geschiebemessungen an der Messstation an der Isel führte zu dem Schluss, dass zum Beispiel der Einbau einer Geschiebefalle in der Mitte des Flussquerschnittes sinnvoll wäre.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Seitz Hugo

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