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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Klaus Palmetshofer-Gassner (2014): Beschreibung von Bodenbearbeitungsverfahren anhand von technischen, ökologischen und ökonomischen Kriterien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 288. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit nahm die Entwicklung eines Kriterienkatataloges ein, welcher wichtige Parameter aus technischer, ökologischer und ökonomischer Sicht beinhaltet. Die erhobenen Daten wurden einer qualitativen Bewertung, welche sich von gering, mittel bis hoch beläuft, unterzogen. Bei den ausgewählten Parametern für die technischen Kriterien weist die konventionelle Bodenbearbeitung (wendend), beim Zugkraftbedarf, dem Leistungsbedarf, dem Energiebedarf und dem Kraftatoffverbrauch im Vergleich zu den konservierenden Verfahren sehr hohe Werte auf. Hingegen ist der notwendige Schardruck bei der Aussaat, bei Dirktsaat mit bis zu 500 kg sehr hoch, während er beim konventionellen Verfahren mit 8-13kg vergleichsweise gering ausfällt. Bei der Bildung des Kriterienkataloges aus ökologischer Sicht wurde vor ellem auf die Auwirkungen des jeweiligen Bodenbearbeitungsverfahrens in Bezug auf den Bodenbedeckungsgrad, den Bodenabtrag, den C-org-Verlust, den N-Abtrag, den P-Abtrag, die Humusmenge, den Humusgehalt, die Luftkapazität und den CO2 Ausstoß durch den Dieselverbrauch wert gelegt. Bei der qualitativen Beurteilung wurde deutlich, dass die konventionelle Bodenbearbeitung besonders bei dem Parameter Bodenbedeckung nach der Saat sehr niedrige Werte aufweist, während sich bei der Humusmenge, dem Humusgehalt und bei der Luftkapazität die Werte im mittleren Bereich befinden. Für die Betrachtung der Bodenbearbeitungsverfahren aus ökonomischer Sicht wurde eine Modellrechnung zu Maschinen und Arbeitserledigungskosten durchgeführt und die Kostenunterschiede von sechs verschiedenen Bodenbearbeitungsverfahren dargestellt und diskutiert. Entscheidend bei der Auswahl des geeigneten Bodenbearbeitungsverfahrens sind neben den Erkentnissen aus der Praxis und der Wissenschaft vor allem auch die Faktoren Bodenart, die Niederschlagsmenge, die Arbeitszeit, die Komplexität des Betriebes, sowie das Fachhwissen, die Erfahrung und der Mut des Betriebsleiters.

Beurteilende(r): Weingartmann Herbert
1.Mitwirkender: Moitzi Gerhard

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