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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Paul Pötz (2012): Ermittlung des Arbeitszeitbedarfs der Welser Abferkelbucht.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 97. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Welser Abferkelbucht wurde gemäß den speziellen Bedürfnissen der Sauen und nach der neuen Bioverordnung entwickelt. Die Bucht zeichnet sich durch eine klare Trennung der Funktionsbereiche aus. Die Liegebox der Sau kann mit einem Deckel verschlossen werden. Die Messung der Arbeitsvorgänge, -teilvorgänge und -elemente erfolgte direkt am Versuchsbetrieb des LFZ Raumberg Gumpenstein in Wels. Die Arbeitszeiten wurden mit einem Pocket PC und einer Zeitmesssoftware gemessen und anschließend mit einem Tabellenkalkulationsprogramm statistisch ausgewertet. Die Sauen blieben am Versuchsbetrieb durchschnittlich nur 21 Tage in der Abferkelbucht und wurden danach mit den Ferkeln in einen Gruppensäugestall getrieben. Die Arbeiten wurden in Routine- und Sonderarbeiten unterteilt. Die Routinearbeiten setzten sich aus dem Futtertransport zum Stall, Füttern der Sau, Kontrolle der Sau und der Ferkel, dem Ausmisten des Auslaufes, dem Einstreuen des Auslaufes und dem Befüllen der Heuraufe zusammen. Der Arbeitszeitbedarf betrug bei der Welser Abferkelbucht rund 3,99 AKmin pro Sau und Tag. Verglichen mit dem Arbeitszeitbedarf der FAT Bucht kann dieser Wert als niedrig eingestuft werden. Die Sonderarbeiten setzten sich aus dem Impfen und Einziehen der Ohrmarken bei Ferkeln, der Kastration mit und ohne VNK, Bucht und Außenbereich waschen und die Vorbereitung der Bucht für die nächste Sau zusammen. Es ist darauf hinzuweisen, dass in die Untersuchung das Ein- und Ausstallen der Sauen nicht miteinbezogen wurden. Der Arbeitszeitbedarf betrug bei zwölf Ferkel, sechs davon männlich, mit Verabreichung eines Schmerzmittels rund 25,9 AKmin pro Sau und Durchgang und bei Kastration unter VNK und Schmerzmittelgabe rund 31,2 AKmin. Der Unterschied kam aufgrund der Verabreichung des Narkotikums zustande. Der Arbeitszeitbedarf betrug demnach ohne VNK rund 1,82 AKh pro Sau und Durchgang und mit VNK rund 1,90 AKh. Dieser Wert konnte aufgrund der Vergleiche mit der Literatur als sehr niedrig eingestuft werden.

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth
1.Mitwirkender: Boxberger Josef

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