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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Patrick Herz (2012): Biomasseentwicklung, Bodenstickstoffgehalt und Ertragsstruktur von Weizen und Erbse im Mischfruchtanbau.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 74. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Anbau einer Getreide-Leguminosen-Mischkultur weist im Vergleich zu einer Reinsaat mehrere Vorteile auf. Die Leguminose schont den Stickstoffgehalt in der Bodenlösung aufgrund ihrer symbiotischen Fixierung von atmosphärischem N2 und ihres geringen Bedarfs an anorganischer Stickstoffdüngung. Außerdem können positive Effekte auf die Ertragsbildung aufgrund der höheren Nutzung der photosynthetisch wirksamen Lichteinstrahlung erwartet werden. Ziel der Arbeit war es, für Weizen und Erbsen den Einfluss variierender Mischungsverhältnisse und unterschiedlicher Anbautermine auf die Bodenbedeckung, die oberirdische Biomasse, den Ertrag, die Ertragsstruktur und den Nmin -Gehalt im Boden festzustellen. Je höher der Weizenanteil in der Mischung war, desto schneller wurde die vollständige Bodenbedeckung erreicht. In allen Mischungsvarianten behauptete sich Weizen beim Kornertrag und bei der oberirdischen Biomasse überproportional zu seiner ursprünglichen Saatstärke und unterdrückte die Erbse. Die Erbse hatte wesentlich geringere Kornerträge und oberirdische Biomassen als aufgrund ihrer Reinsaaterträge und ihrer Saatstärken in den Mischungen zu erwarten gewesen wären. Allerdings wurde die Erbse im Frühjahrsanbau schwächer unterdrückt. Die Landnutzungseffizienz aller Mischungen war höher als die der Reinsaaten (LER>1). Weiters zeigte der Monetary Advantage Index (MAI) die monetäre Überlegenheit des Mischfruchtanbaues. In Gemengen mit geringem Weizenanteil hatte Weizen eine höhere Anzahl an Ähren m-2, an Körnern pro Ähre, ein höheres Tausendkorngewicht und einen höheren Harvestindex. Diese Ertragskomponenten nahmen bei der Erbse mit zunehmendem Weizenanteil in den Mischungen ab. Der Nmin-Gehalt im Boden nahm in allen Anbauvarianten bis zur Ernte ab, allerdings war die Abnahme mit geringerem Erbsen- und höherem Weizenanteil schneller. Der Bodenstickstoffgehalt in den Erbsenreinsaaten nach der Ernte war signifikant höher als jener in den Mischungen und Weizenreinsaaten.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Neugschwandtner Reinhard

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