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Syed Waqas Hassan (2012): Towards generation of transplastomic plants expressing antigens against human pathogens, for use as vaccins.
Dissertation - Abteilung für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 94. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Um eine neue Plattform zur Impfstoff-Produktion für einkommensschwache Länder zu entwickeln, untersuchte die vorliegende Studie die Herstellung transplastomer Pflanzen zur Expression von Antigenen gegen zwei Pathogene: Human Papilloma Virus (HPV) und Mycobacterium spp. Ein modifiziertes HPV L1 Gen mit GST als Fusionsprotein wurde in Tabak-Plastiden transformiert. Die Expression dieses rekombinanten Proteins wurde mittels Antigen Capture ELISA gezeigt, indem konformationsspezifische Antikörper am GST-L1 Fusionsprotein binden. Dieser Assay bestätigte dessen korrektes Assembly, die Voraussetzung einer positiven Immunreaktion. In einer Southern Blot Analyse wurde untersucht, ob die Pflanzen komplett transformiert sind. Dieser Test bestätigte die Homoplasmie der Transformanten in allen Generationen: T0-T3. Die zweite Transformation erfolgte mit einem Vektor, welcher das mmpI Gen beinhaltet. Dieses codiert ein 35kDa Protein, welches gegen Mycobacterium spp immunisiert. Die Pflanzen wurden mittels PCR positiv getestet; allerdings erreichten die Transformanten nicht ihr homoplastomes Stadium. Daher ist anzunehmen, dass MMPI einen Gegenselektionsdruck gegen transformierte Pflanzenzellen aufbaut. Um derartige Probleme gegen-selektiver Transgene zu lösen, kommt in Betracht, solche Transgene erst nach der sensitiven Regenerationsphase zu exprimieren: Zu diesem Zweck wurde ein Induktionssystem getestet, das die Regulation der Expression zu einem gewählten Zeitpunkt erlaubt. Diese Alternative wurde mittels Expression des GUS Gens analysiert. Dieses stand unter Kontrolle des Promoters für eine kern-kodierte, chloroplasten-importierte, ethanol-induzierbare T7 RNA Polymerase. Zwei Tests bestätigten die ethanol-induzierbare GUS-Expression. Dieses Ergebnis zeigte, daß das induzierbare System zur regulierbaren Expression des mmpI Gens genutzt werden könnte. Zusammengenommen tragen diese Ergebnisse einen weiteren Schritt dazu bei, kosten-effiziente Impfstoffe zu produzieren.

Betreuer: Kaul Hans-Peter
1. Berater: Lössl Andreas
2. Berater: Bürstmayr Hermann

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