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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Peter Martin Eisel (2012): Untersuchungen zum Transportklima sowie zu tierbezogenen Parametern bei Schlachtrindertransporten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Es ist davon auszugehen, dass jedes Rind mindestens einmal in seinem Leben transportiert wird und dabei vielen äußeren Einflussfaktoren ausgesetzt ist. In dieser Arbeit wurden tierbezogene Parameter, wie Pansentemperatur und Pansen-pH-Wert, sowie transportbezogene Parameter, wie Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Strömungsgeschwindigkeit, Schallbelastung, ebenso wie eine Videoaufzeichnung über das Verhalten der Tiere während des Transports erhoben. Ziel dieser Untersuchungen war es, Rindertransporte mit adulten Schlachtrindern von Stainach nach Graz auf tier- und transportbezogenen Parameter zu untersuchen, auszuwerten und mit anderen Versuchen zu vergleichen. Das Ergebnis der Lärmmessung brachte einen Dauerschallpegel von 86,5 dB, welcher etwas über der Empfehlung liegt. Der Temperaturbereich bei beiden Versuchen lag zwischen +9 und 19°C, was aus tierphysiologischer Sicht in etwa dem optimalen Temperaturbereich für Rinder entspricht. Die Luftfeuchtigkeit hängt sehr stark mit der Lufttemperatur zusammen. Die Versuche zeigten, dass signifikante Unterschiede an unterschiedlichen Positionen am Transporter vorliegen. Die Strömungsgeschwindigkeiten schwankten von 0 bis 4,4 m/s, wobei Geschwindigkeiten bis 5 m/s kein Problem für Rinder darstellen. Die Pansentemperatur der Versuchstiere lag auf Grund der Pansenfermentation um bis zu einem Grad Celsius über der physiologischen Körpertemperatur. Die gemessenen Pansen pH-Werte lagen annähernd alle im pansenphysiologischen Normalbereich zwischen pH 6,2 bis pH 7,2. Die Videoanalysen des Tierverhaltens während der Transportfahrt zeigten, dass keine Stürze und Rangkämpfe auftraten. Es kann der Schluss gezogen werden, dass jeder Transport einen für die Tiere herausfordernden Vorgang darstellt, dieser aber aufgrund der räumlich getrennten Aufzucht- und Verarbeitungsstätte notwendig ist. Ziel sollte ein tierschutzgerechter und rücksichtsvoller Umgang mit Tieren in der Tierhaltung und im Speziellen beim Transport sein.

Beurteilende(r): Boxberger Josef
1.Mitwirkender: Moitzi Gerhard

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