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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Katharina Meier (2012): DETERMINATION OF ABOVE GROUND GROWTH AND ROOTING POTENTIAL OF COVER CROP SPECIES AND A MODEL BASED ANALYSIS OF ITS HYDROLOGICAL IMPACTS.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 94. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurde das Potential der häufig verwendeten Zwischenfrüchte Phacelia, Senf, Lein, Grünschnittroggen, Platterbse und Futtererbse hinsichtlich Wurzel- und oberirdischer Biomasse untersucht. Es wurden die Bodenbedeckung, der Blattflächenindex und die Biomasse gemessen. Im Bereich der Wurzeln untersuchten wir die Wurzeltrockenmasse, die spezifische Wurzellänge, und die Oberflächendichte. Zusätzlich waren der Abbau der organischen Substanz und die hydrologischen Effekte von verschiedenen Wurzelsystemen in semiariden Bedingungen Forschungsziele des Feldversuches. Der Wasser- und Nährstoffentzug der Zwischenfrüchte wurde mittels einer Modellierung erhoben. Es ergab sich eine hohe und rasche Bodenbedeckung durch Phacelia und Senf mit einer hohen Biomasseproduktion. Die getestete Futtererbse war von Krankheiten stark beeinträchtigt, sodass sie ihr Potential nicht zeigen konnte. Im Bezug auf Wurzeleigenschaften hatte Senf die höchste Biomasseproduktion, wobei die Wurzellängendichten und Oberflächendichte weniger hoch waren als bei anderen Varianten. Platterbse zeigte eine geringe Wurzellänge und Oberflächendichte und aufgrund dem hohen Wurzeldurchmesser eine relativ hohe Wurzelbiomasse. Die intensive feine Durchwurzelung von Phacelia zeigte sich anhand der höchsten spezifischen Wurzellänge und Oberflächendichte. Die Wurzelbiomasse war durchschnittlich. Es konnte im Feldversuch signifikant gezeigt werden, dass sich Wurzelbiomasse weniger rasch abbaut als oberirdisches Pflanzenmaterial. Der höchste Abbau wurde mit Platterbse und Senf erzielt, der langsamste mit Lein und Grünschnittroggen. Die Modellierung der Wasserdynamik von Zwischenfrüchten im Vergleich zu Brache ergab, dass der Wasserverbrauch von Zwischenfrüchten zu einem üblichen Anbautermin (20. August) nur geringfügig höher war als bei Brache. Die NO3-Aufnahme durch Pflanzen reduzierte die Konzentration im Boden um etwa 40 % im Vergleich zu Brache am Ende der Vegetationszeit.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Bodner Gernot

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