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Josef Kerschbaummayr (2016): Wald, Flur-und Ufergehölze sowie Streuobstwiesen im Mühlviertel. Eine waldbauliche Fallstudie auf verschiedenen Landschaftsebenen: Historische Nutzungsformen, Änderung der Landnutzung, Bewirtschaftung und Holznutzungspotenziale.
Dissertation - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 307. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Hauptziel der Arbeit ist die Untersuchung relevanter Einflussfaktoren und Voraussetzungen für die nachhaltige Nutzung der Gehölzbiomasse in einer Mühlviertler Gemeinde (Arbeitsgebiet) sowie beispielhaft in der Rahmenregion Mühlviertel. Grundlagen sind Leitfadeninterviews mit Waldbesitzern zu ihren Einstellungen und Interessen, mit forstlichen Beratungsorganen zu deren Einschätzungen und Empfehlungen sowie mit Zeitzeugen historischer Nutzungsformen. Weitere Grundlagen sind eigene Erhebungen zum Zustand und zur Bewirtschaftung von Wäldern, Flur- und Ufergehölzen sowie Streuobstwiesen, aber auch zu Nutzungspotenzialen aus diesen Gehölzformen. Die Erhebungen wurden auf vier Untersuchungsebenen durchgeführt (Rahmenregion, Regionen, Arbeitsgebiet und Untersuchungsgebiete). Für die Auswertung der Einstellungen und Interessen der Waldbesitzer wurden Kategorien nach unterschiedlichen Waldbesitzgrößen gebildet. Die Ergebnisse beruhen auf Vergleichen und einer Zusammenschau der Einzelergebnisse. Die nachhaltig mögliche, jährliche Nutzungsmenge nach der Befragung der Waldbesitzer beträgt für die Wälder im Arbeitsgebiet 17. 000 Efm/a, das sind 8,4 Efm/a/ha Waldfläche. Diese Nutzungsmenge stimmt mit den Ergebnissen der Taxation gut überein. Die nachhaltig mögliche, jährliche Nutzungsmenge aus den Wäldern der Rahmenregion Mühlviertel wurde mit 1.030.000 Efm/a ermittelt. Das jährliche Nutzungspotenzial der Flur- und Ufergehölze sowie der Streuobstwiesen im Arbeitsgebiet beträgt etwa 400 Efm/a. Unter Berücksichtigung der Gehölzarten mit Flächenanteilen unter 10 % ist ein hohes Potenzial für artenreiche Naturverjüngung gegeben.

Betreuer: Hochbichler Eduard
1. Berater: Liebhard Peter
2. Berater: Pertlik Ewald

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