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Gewählte Dissertation:

Klaus Voit (2013): Einsatz und Optimierung von Tunnelausbruchmaterial des Brenner Basistunnels.
Dissertation - Institut für Konstruktiver Ingenieurbau (IKI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 400. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In Europa befindet sich derzeit eine Vielzahl von Tunnelbauwerken in Planung oder im Bau. Einer der prioritärsten Verkehrswege ist dabei der Brenner Basistunnel als Kernstück der neuen Brennerbahn zwischen München und Verona. Bei der Errichtung derartiger Tunnelbauprojekte fallen zwangsläufig große Mengen an Ausbruchmaterial an. Die Wiederverwertung von Tunnelausbruchmaterial erfreut sich dabei aus ökonomischen und ökologischen Überlegungen immer größerer Beliebtheit. Trotz umfassender Untersuchungen und vorliegender Praxiserfahrungen hinsichtlich der Wiederverwertbarkeit von Tunnelausbruchmaterial ist das Konzept der Materialbewirtschaftung für jedes Tunnelbauprojekt ein sehr Individuelles. Die Möglichkeiten einer Wiederverwertung sind in Abhängigkeit der vorliegenden Lithologien sehr unterschiedlich und müssen somit für jedes Projekt erneut bewertet werden. Diese Dissertation befasst sich mit der Fragestellung der Wiederverwertbarkeit einzelner Gesteinsarten (Innsbrucker Quarzphyllit, Bündnerschiefer und Zentralgneis), welche im Zuge des Vortriebs des Brenner Basistunnels als Ausbruchmaterial anfallen. Ziel dieser Dissertation war es, die Gesteinseigenschaften der einzelnen Typlithologien im Detail zu erheben und die Gesteinsarten hinsichtlich der Eignung für verschiedene Wiederverwertungsmöglichkeiten zu bewerten. Dabei wurde die Brauchbarkeit der Gesteine für die Verwertung bzw. Herstellung von Dämmen und Schüttungen, ungebundenen und gebundenen Tragschichten, Dichtschichten sowie für die Herstellung von Gesteinskörnung für Beton überprüft. Dabei wurde unter anderem die Ökobilanz bei Wiederverwertung von Tunnelausbruchmaterial sowie bei zusätzlicher Verwendung von umweltfreundlichen CEM V-Zementen betrachtet. Insgesamt konnte gezeigt werden, dass sich durch Optimierung der Aufbereitung und bei Berücksichtigung bestimmter Rahmenbedingungen die einzelnen Lithologien größtenteils einer Wiederverwertung zuführen lassen.

Betreuer: Bergmeister Konrad
1. Berater: Strauss Alfred

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