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Digibus Austria

Projektleitung
Klementschitz Roman, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.05.2018-30.04.2021
Programm:
Mobilität der Zukunft - Leitprojekte - Industrielle Forschung
Art der Forschung
Experimentelle Entwicklung
Projektpartner
AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Donau City Strasse 1, 1220 Wien Wien, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Herry Consult GmbH, Wien, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Salzburg Research Forschungs GmbH, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Koordinator
Universität Salzburg, Hellbrunner Str. 34, A-5020 Salzburg, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Roider Oliver, Projektmitarbeiter/in
Gühnemann Astrid, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Verkehrswesen
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Die ERTRAC-Roadmap 2017 für die Entwicklung von automatisiertem Fahren beschreibt einen Entwicklungspfad für automatisierte urbane Mobilitätssysteme („automatisierte Shuttles“). In einem intermodalen Transportsystem sollen automatisierte Shuttles als bedarfsgesteuerte Zu-/Abbringer zu Mobilitätsknoten eine Schlüsselrolle einnehmen (Anwendungsfall 3 „Neue Flexibilität“ im österreichischen Aktionsplan Automatisiert – Vernetzt – Mobil). Trotz des enormen technischen Fortschritts der letzten Jahre zeigen aktuelle Realerprobungen, dass die derzeit am Markt verfügbaren Shuttles gegenwärtig in die Stufe 2 („Teilautomatisierung“) bzw. 3 („bedingte Automatisierung“) einzustufen sind (nach SAE J3016). Obwohl weltweit immer mehr Testversuche angekündigt bzw. durchgeführt werden, sind bisher wenige Forschungsprojekte bekannt, die eine systematische Weiterentwicklung von automatisierten Shuttles in Richtung höherer Stufen zum Ziel haben.
Das Leitprojekt Digibus Austria verfolgt das Ziel, Methoden, Technologien und Modelle zu erforschen und zu erproben, die einen zuverlässigen und verkehrssicheren Betrieb von automatisierten Shuttles auf öffentlichen Straßen im Mischverkehr in einer regionalen Fahrumgebung auf Stufe 3 nachweisen und die Grundlagen für die Erreichung der Stufe 4 („Hochautomatisierung“) schaffen. Folgende Ergebnisse sind zu erwarten: (1) Fahrumgebung und digitale Infrastruktur (Bewertung und Ausstattung der Fahrumgebung, (teil)automatisierte Werkzeugkette zur Ableitung der digitalen Fahrumgebung bzw. Fahrspur, zuverlässige Positionierung- und Kommunikation), (2) Fahrszenarien und Umgebungsinteraktion (regelkonforme und verkehrssichere Bewältigung von Fahrszenarien im Mischverkehr, verkehrssichere Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern/-innen) sowie (3) automatisiertes Mobilitätssystem und Fahrgastinteraktion im fahrerlosen Betrieb (Einbindung in ein regionales Mobilitätssystem, Sprach- bzw. Video-basierte Fahrgastinteraktion im fahrerlosen Betrieb). Sämtliche Methoden, Technologien und Modelle werden im Projekt auf einer nichtöffentlichen (ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf oder Salzburg Ring) sowie zwei öffentlichen, regionalen Teststrecken (Salzburg Koppl und Wiener Neustadt) mit 100 Probanden/-innen erprobt und mit bis zu 10.000 Fahrgästen im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2019 demonstriert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für ein österreichisches Referenzmodell für die Realerprobung und den Betrieb von hoch- bzw. vollautomatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr. Als direkte Wirkungen werden 16 Folgeprojekte in Österreich mit einem Volumen von EUR 7.5 Mio., EUR 37 Mio. direktes internationales Marktpotential sowie mehr als 600.000 Fahrgäste in Österreich in den ersten drei Jahren nach Projektende erwartet. Digibus Austria mit einer Laufzeit von 3 Jahren wird unter der Leitung von Salzburg Research von einem hochkarätigen Partnerkonsortium von führenden Unternehmen (Kapsch TrafficCom, ÖBB Holding, PRISMA solutions, Commend, Fluidtime, HERRY Consult, EasyMile) sowie Forschungsinstituten (Virtual Vehicle, Austrian Institute of Technology, Universität Salzburg – Center for Human Computer Interaction, Universität für Bodenkultur Wien – Institut für Verkehrswesen, Factum) entlang der gesamten Wertschöpfungskette des ÖPNVs vom Fahrzeuganbieter bis zum Mobilitätsdienstleister durchgeführt.
Schlagworte
Verkehrstechnik;
Automatisiertes Fahren; öffentlicher Personenverkehr;
Publikationen

Klementschitz R., Roider O. (2019): Digibus Austria - D24 - Bericht zu den Ergebnissen der Begleitforschung und Wirkungsanalyse, Demobetrieb Wiener Neustadt 2019.

FFG - Forschungsförderungsgesellschaft

Vorträge

Gühnemann, Astrid Roider, Oliver Klementschitz, Roman (2019): Development of a system dynamics model to analyse the potential demand for an autonomous shuttle bus in rural transport.

mobil.TUM 1st Workshop on the Application of System Dynamics (SD) in Mobility and Transportation, Sep 31, 2019, Munich

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