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Smarter through Gender+ - Integration von Gender+ in digitale Stadtplanungs-Tools und Entwicklung eines Tool-Sets für die Unterstützung einer gendergerechte Stadtplanung und -entwicklung

Projektleitung
Damyanovic Doris, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2018-28.02.2021
Programm:
FEMtech Forschungsprojekte - Kooperative F&E-Projekte - Industrielle Forschung
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner
AIT, Austrian Institute of Technology, Österreich.
Kontaktperson: Mag. Dr. Ernst Gebetsroither Gerlinger;
Funktion des Projektpartners: Partner
planwind - Büro für Raumplanung und Umweltconsulting , Bergheimer Straße 42, 5020 Salzburg, Österreich.
Kontaktperson: Dr. Heidrun Wankiewicz;
Funktion des Projektpartners: Partner
Raumsinn, Lasserstraße 35, 5020 Salzburg, Österreich.
Kontaktperson: Mag. Sarah Untner;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Reinwald Florian, Sub-Projektleiter/in
Grimm-Pretner Dagmar, Projektmitarbeiter/in
Weichselbaumer Roswitha, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Landschaftsarchitektur
Institut für Landschaftsplanung
assoziertes Teilprojekt:
Integration von Gender+ in digitale Stadtplanungstools und Entwicklung eines Toolsets für die Unterstützung einer gendergerechten Stadtplanung und Landschaftsarchitektur_ILA (smart gender_LArch)
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Städte sind mit einer immer rascheren Veränderung ihrer Bevölkerung, deren Bedürfnisse und den damit verbundenen Anforderungen an die Stadt konfrontiert. Soziale Veränderungsprozesse und die globale Tendenz zur Urbanisierung, sowie der aktuelle Migrationsdruck auf europäische Städte stellen diese zunehmend vor große Herausforderungen, auf die Veränderungsprozesse in der Stadtplanung zu reagieren. Genderaspekte werden zwar in einigen Städten als wichtig erachtet, bleiben jedoch in der Planungspraxis aufgrund der zahlreichen anderen Themen und des zeitlichen und finanziellen Aufwands in der Raumforschung oft unberücksichtigt. Das Projekt entwickelt dafür Lösungsansätze. Viele Themen wie demografischer Wandel, Verdichtung, Versorgung mit (grüner) Infrastruktur benöti-gen eine intensive und differenzierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen der unter-schiedlichen Gruppen sowie der Ableitung von Maßnahmen für eine gendergerechte Stadtpla-nung. Dabei wird im Projekt berücksichtigt, dass das Geschlecht immer mit anderen Merkmalen (z.B. Alter, Herkunft, Bildung und Beruf, Religion etc.) überlagert wird (Intersektionalität). Daher wird im Projekt ein erweiterter Gender-Begriff (Gender+) verwendet. Traditionelle planerische Instrumente wie örtliche Entwicklungskonzepte haben aufgrund ihrer langen Überarbeitungszeit-räume Schwierigkeiten mit den raschen Veränderungen umzugehen und die Ziele und Maß-nahmen abzustimmen. Digitale Planungs-Tools zur Analyse der sozialräumlichen Strukturen und zur Simulation von Maßnahmen und deren Effekte werden zunehmend in der Analyse und Planung eingesetzt. Diesen Instrumenten fehlt derzeit meist eine Integration von geschlechts- und gruppenspezifischen Aspekten. In “SmartThroughGender+” sollen genau diese Gender+ Aspekte in ein Tool-Set zur Unterstützung der Stadtplanung integriert werden. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist ein Proof of Concept dieses Tool-Sets bestehend aus (quantitativen) digita-len Analyse- und Simulations-Tools sowie (qualitativen) Instrumenten aus der Stadt- und Land-schaftsplanung unter Berücksichtigung Gender+-spezifischer Anforderungen. Anhand einer Fallstudie in der Stadt Linz wird geprüft, wie und ob mit den üblicherweise vorhandenen und verfügbaren Daten, Indikatoren und Merkmale entwickelt werden können, die ein (teilstandardi-siertes) ,rapid assessment‘ sozialer und räumlicher Strukturen unter Berücksichtigung des Gender+ Ansatzes ermöglichen. Damit sollen Anforderungen und Handlungsräume identifiziert werden. Zur Validierung, Prüfung und Präzisierung der quantitativen Ergebnisse auf Gesamt-stadt- und Stadtteilebene eine qualitative Analyse nachgeschaltet, in der partizipativ die Aussa-gen geprüft und Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet werden (Kombination Bottom-up und Top-down). Erwartetes Ergebnis des Projekts ist ein ‚Proof of Concept‘ für ein Tool-Set mit einer ‚Rapid-Assessment-Tool-Box‘ zur sozialen und räumlichen Analyse, sowie der Simulation von Maßnahmen und Effekte auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und unterschiedlichen räumlichen Auflösungen. Ergänzt wird das Tool (Tool-Set) auf Gegesamtstadtebene durch Tools zur vertiefenden Analyse auf Stadtteilebene für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen unter Berücksichtigung geschlechts-, alters- und gruppenspezifischer Anforderungen. Das “SmartThroughGender+ Tool-Set” unterstützt insbesondere kleinere und mittlere Städte in der Umsetzung einer Gender+ gerechten Stadtplanung.
Schlagworte
Computersimulation; Landschaftsarchitektur; Landschaftsplanung; Stadtentwicklungsplanung; Stadtforschung;
Gender+; Landschaftsplanung; Linz; Simulationstools; Sozialraum; Stadtentwicklung;
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