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Verbesserung des Einkommens in ländlichen Regionen Georgiens durch Einführung eines integrierten Saatgut-Gesundheitssystems für regionales Kartoffelsaatgut

Projektleitung
Manschadi Ahmad M., Projektleiter/in
Laufzeit:
01.07.2017-30.06.2020
Programm:
CGIAR - geschlossene Calls Forschung
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner
Internationales Forschungszentrum für Kartoffel, Peru.
Kontaktperson: Dr. Greg Forbes;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Abteilung Pflanzenbau (PB)
Gefördert durch
Austrian Development Agency (ADA), Zelinkagasse , 1010 Wien, Österreich
Abstract
Das beantragte Projekt hat zum Ziel, die geringe Qualität von Kartoffelsaatgut, welche ein kritisches Problem für viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe in Georgien darstellt, zu verbessern. Die Kartoffel ist in Georgien sowohl das wichtigste Grundnahrungsmittel zur Ernährung der Bevölkerung als auch ein zentrales wirtschaftliches Produkt. Trotz ihrer Bedeutung existieren etliche Produktionsprobleme, welche sich in einem geringen Durchschnittsertrag von etwa 12 t/ha, der weit unter dem Ertragspotential von ca. 30 t/ha liegt, widerspiegeln. Dieser Ertragsverlust erklärt sich unter anderem durch Degeneration des Kartoffelsaatguts (PSD – potato seed degeneration), welche außerdem zu starken Ertragsschwankungen führt. Durch die Einführung von Zertifikaten und der Behandlung von Saatgut ist PSD in Industrieländern gut unter Kontrolle. Der Versuch, selbige Systeme in anderen Ländern anzuwenden, blieb erfolglos. Die Integrierte Saatgut-Gesundheitsstrategie (ISH – Integrated Seed Health) vereint Pflanzenresistenzen gegen PSD Pathogene, Bewirtschaftungspraktiken (zB Positivselektion: Landwirtinnen und Landwirte verwenden die Knollen gesund aussehender Pflanzen als Saatgut) und adäquate Lagerung mit strategischer Nutzung hochqualitativen Saatguts (zB zertifiziertes Saatgut). In dieses Projekt werden die neuesten Erkenntnisse der ISH einfließen, um Datengrundlagen und Werkzeuge zur Verbesserung des Kartoffelsaatgutsystems und dessen Wertschöpfungskette in Georgien bereit zu stellen.
Das vorliegende Projekt wird lokalen Interessensgruppen in Georgien ermöglichen, Fachwissen, Empfehlungen, Werkzeuge und Trainingsmaterial an die übergeordnete CIP-MoA Initiative weiterzugeben und dadurch zeitnahe relevante Ergebnissen liefern. Die bessere Verfügbarkeit von hochqualitativen Kartoffeln würde außerdem zu niedrigeren und/oder stabileren Preisen führen. Ein mittelfristig weiterer Vorteil für Konsumenten wäre der Zugang zu mikronährstoffreichen Kartoffelsorten (zB Eisen und Zink), welche derzeit von CIP gezüchtet werden.
Schlagworte
Ackerbau; Pflanzenschutz;
Kartoffel; Knollengesundhet;
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