BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Holzhandwerk revisited. Altes Wissen – für die Zukunft bereit

Projektleitung
Grabner Michael, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2017-31.08.2019
Programm:
Sparkling Science
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner
Fachhochschule St. Pölten, Österreich.
Kontaktperson: Rosa von Suess;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe
Gefördert durch
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz, 1010 Wien, Österreich
Abstract
Holz ist auch heute einer der wichtigsten Roh- und Werkstoffe. Die Verarbeitung von Holz hat sich jedoch wesentlich verändert – weg von der bäuerlichen oder handwerklichen Bearbeitung hin zu hochmodernen Industrieprodukten. Das Wissen um die Holzauswahl, Lagerung, Bearbeitung usw. wurde traditionell von Generation zu Generation weitergegeben. Nur in Ausnahmefällen gibt es schriftliche Aufzeichnungen. Erst im 14. Jahrhundert entwickelten sich spezielle Handwerke. Doch auch hier herrschte die mündliche Überlieferung des Wissens vor. Die vorhandenen Publikationen beschreiben oft nicht die notwendigen Details, um Arbeitsschritte nachvollziehen zu können, oder zu verstehen, warum eine spezielle Holzart für diesen Zweck eingesetzt wurde.

Das Ziel des Projektes ist eine lückenlose Dokumentation ausgewählter Holzhandwerkstechniken. Dies erfordert neue Konzepte des Drehens, die entsprechend einem stark partizipatorischen Ansatz von Schüler/innen und Wissenschaftler/innen gemeinsam entwickelt werden. So können beispielsweise Stirnkameras, 360° Video und VR-Inhalte verwendet werden, um die Arbeitsschritte optimal mitzuverfolgen. Jedes Konzept wird vorab mit den Handwerker/innen und den Wissenschaftler/innen (Holzforschung, Volkskunde, Medientechnik) diskutiert. Es muss bereits vor den Filmaufnahmen bekannt sein, was die „Schlüsselstellen“ sind und wie man sie am besten dokumentieren kann. Handwerklich interessierte Personen sollen anhand der Filme diese Techniken imitieren können.

Einerseits sollen detailreiche Videodokumentationen entwickelt und andererseits eine moderne Verbreitung durchgeführt werden, um Menschen für das Handwerk zu begeistern. Diese Filme müssen deshalb online verfügbar sein, mobil nutzbar und für Jugendliche ansprechend gestaltet werden. Nur so ist es möglich, Jugendliche für Handwerk generell zu begeistern und einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen. Die Schüler/innen leisten hier einen essentiellen aktiven Beitrag zur Produktion und Präsentation.
Schlagworte
Holzwirtschaft;
Dokumentation; Film; Holz; Holzhandwerk; Immaterielles Kulturgut;
© BOKU Wien Impressum