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Understanding farmers’ land use behavior under different institutional settings

Projektleitung
Salhofer Klaus, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2017-31.08.2020
Programm:
Joint Projects
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Mitarbeiter/innen
Penker Marianne, Projektmitarbeiter/in
Schauppenlehner-Kloyber Elisabeth, Projektmitarbeiter/in
Braito Michael, Projektmitarbeiter/in
Leonhardt Heidrun Else, Projektmitarbeiter/in
Bauer Eva, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Gefördert durch
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) , Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Ökonominnen haben immer wieder gezeigt, dass unsichere Eigentumsverhältnisse zur einer ineffizient Allokation von Ressourcen führen. Ein Beispiel dafür sind gepachtete landwirtschaftliche Flächen. Wenn eine Landwirtin damit rechnen muss, den gepachteten Boden nur für ein paar Jahre zur Verfügung zu haben, dann wird sie vielleicht bei der Bewirtschaftung dieses Bodens weniger Sorgfalt walten lassen als auf ihrem Eigentum. Sie würde dann beispielsweise erosionsanfälliger Pflanzensorten anbauen und kürzere oder keine Fruchtfolgen anwenden. Dies führt langfristig zur einer geringeren Bodenqualität und Ertragsfähigkeit.

Die Pachtanteile bei landwirtschaftlichem Boden sind in den meisten Ländern der EU bereits sehr hoch und steigen weiter an. Daher erscheint es wichtig, den Einfluss von Besitzverhältnissen auf das Landnutzungsverhalten der Landwirte zu verstehen, um, wenn nötig, entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen. Eine solche Möglichkeit sind freiwillige Agrarumweltprogramme, die Landwirten einen monetären Anreiz für umweltfreundliche Produktionsverfahren bieten.

Vor diesem Hintergrund versucht dieses Forschungsprojekt den Einfluss von Eigentumsrechten und Agrarumweltprogrammen auf das Verhalten der Landwirte bezüglich des Bodenschutzes zu erforschen. Unter anderem stellen wir uns folgende Fragen: 1) Wie wirken sich Eigentumsrechte und Vertragslaufzeiten auf die angebaute Pflanzenart und die Fruchtfolge aus? 2) Inwieweit spielt das Eigentumsverhältnis bei der Teilnahme an Agrarumweltprogrammen eine Rolle? 3) Gibt es einen positiven oder einen negativen Zusammenhang zwischen der ökonomischen Effizienz und der Umwelteffizienz landwirtschaftlicher Betriebe, und welche Rolle spielen dabei Eigentumsverhältnisse? 4) Was für einen Bezug zur Natur haben Landwirte, und hängt ihr tatsächliches Landnutzungsverhalten bzw. ihre Teilnahme an Agrarumweltprogrammen damit zusammen? 5) Können wir unterschiedliche Typen von Landwirten identifizieren, die man eventuell auf unterschiedliche Art und Weise zu umweltgerechteren Verhalten motivieren kann?

Um diese Fragen zu beantworten, greifen wir sowohl auf ökonomische als auch auf sozialpsychologische Theorien und Modelle zurück. Wir versuchen diese Methoden zu erweitern, und an die Entscheidungssituation relativ kleiner Nebenerwerbs- bzw. Familienbetriebe, deren Handeln eng mit der Natur verknüpft ist, anzupassen. Der empirische Teil unserer Arbeit basiert auf einer sehr umfangreichen und außergewöhnlich guten Datenbasis. Einerseits verwenden wir einen Datensatz, der für ganz Österreich über mehrere Jahre die Anbauentscheidung der Landwirte auf einzelnen Feldern beinhaltet. Andererseits verbinden wir ökonomische Daten aus den Buchführungsergebnissen einzelner Betriebe mit Daten aus einer sozialpsychologisch motivierten Befragung dieser Landwirte.

Die Ergebnisse unserer Forschung führen zu einem besseren Verständnis der Landnutzungsentscheidungen von Landwirten und wie diese durch die institutionellen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Damit leistet sie einen Beitrag zur langfristigen Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Das Projekt ist Teil der DFG Forschergurppe “Agricultural Land Markets – Efficiency and Regulation”.
Schlagworte
Bodenerosion; Agrarökonomie; Agrarpolitik; Nachhaltige Landwirtschaft; Mikroökonomie; Empirische Sozialforschung; Umweltsoziologie;
Agrarökonomie; Agrarsoziologie; Agrarumweltprogramme; Bodenschutz; Eigentumsrechte; Landbesitz; Landnutzungsverhalten; Mensch-Umwelt-Beziehung; Umwelteffizienz;
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