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Untersuchungen zur Resistenzzüchtung gegen das Eschentriebsterben an der Quirl-Esche in Österreich

Projektleitung
Kirisits Thomas, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.10.2018-30.09.2021
Programm:
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald - Beauftragung
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter/innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz
Gefördert durch
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft , Seckendorff- Gudent- Weg 8, 1131 Wien, Österreich
Abstract
Das Eschentriebsterben – hervorgerufen durch den aus Ostasien eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus (Eschen-Stengelbecherchen) – hat sich seit mehreren Jahren über ganz Österreich ausgebreitet. Neben der hochanfälligen und europaweit schwer geschädigten Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) ist die in Österreich vor allem in den Marchauen vorkommende Schmalblättrige Esche oder Quirl-Esche (F. angustifolia) ebenfalls hochanfällig. Wie bei F. excelsior werden auch bei F. angustifolia immer wieder einzelne Bäume in Jung- und Altbeständen beobachtet, die nur geringe Schadsymptome aufweisen und möglicherweise eine hohe, genetisch vererbbare Resistenz gegenüber dem Triebsterben besitzen.

Um das autochthone, durch das Eschentriebsterben gefährdete Vorkommen von F. angustifolia im Bereich der Marchauen zu erhalten, wird angestrebt, gering bis nicht geschädigte Eschen über alle Altersklassen im natürlichen Verbreitungsgebiet auszuwählen und eine Klon- und Nachkommenschaftsprüfung, zur Beurteilung des Resistenzniveaus der ausgewählten Bäume, anzulegen. Dafür ist geplant, Pflanzen auf den bestehenden Aufforstungsflächen der letzten 10-15 Jahre hinsichtlich der Triebsterbensintensität anzusprechen, gering oder überhaupt nicht geschädigte Pflanzen auszuwählen und diese vegetativ durch Pfropfung und später durch Stecklinge zu vermehren. In den übrigen Altersklassen wird versucht, Saatgut von gering oder nicht geschädigten Eschen zu beernten und anzuziehen. Mit dem so gewonnen Pflanzmaterial sollen zwei Versuchsflächen angelegt werden, auf denen das Ausmaß der Resistenz der verschiedenen Genotypen untersucht werden kann und die gleichzeitig als Erhaltungsanlagen für die Quirl-Esche dienen können. Damit soll langfristig die Grundlage für die Anlage von Samenplantagen mit resistenten Exemplaren dieser Eschenart geschaffen werden.
Schlagworte
Genetik; Forstpathologie; Forstschutz;
Eschentriebsterben; Fraxinus angustifolia; Hymenoscyphus fraxineus; Resistenzzüchtung; Schmalblättrige Esche;
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