BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Eine pan-europäische Abschätzung von Waldmortalität mittels Langzeit-Satellitendaten

Projektleitung
Senf Cornelius, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.03.2019-31.03.2020
Programm:
Lise-Meitner Stipendium
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Waldbau
Gefördert durch
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) , Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Wälder ändern sich unter dem Einfluss des Klimawandels und die bedeutendste Änderung ist eine Zunahme von Waldschäden. Zunehmende Waldschäden haben bedeutende Konsequenzen für das Kohlenstoffspeicherpotential und die Biodiversität von Wäldern und ein gutes Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse ist somit von großer Wichtigkeit. Unser Wissen über Änderungen von Waldschäden in Europäischen Wäldern ist allerdings noch sehr begrenzt. Ein Grund dafür ist das Fehlen von langzeitlichen Monitoring-Projekten, sowie Probleme bei der Vereinheitlichung nationaler Inventuren. In unserem Projekt werden wir diese Hürde mit Hilfe von Satellitendaten überwinden. Satellitendaten nehmen regelmäßig Bilder der Erdoberfläche auf und eignen sich somit zum langzeitlichen Monitoring von Waldschäden. Trotz des großen Potentials von Satellitendaten gibt es noch einige Herausforderungen in ihrer Interpretation, insbesondere in der Identifizierung des Schadprozesses, also der Frage ob der Wald durch Windwurf, Borkenkäfer, Feuer oder den Menschen geschädigt wurde. In unserem Projekt schlagen wir ein neues Modell vor, welches die Identifizierung des Schadprozesses konsistent ermöglicht. Unsere Hypothese ist, dass eine Hinzunahme von Daten über die bio-physikalische sowie sozio-ökonomische Umwelt die Identifizierung des Schadprozesses signifikant verbessert. Dieses neue Modell wird es uns in weiterer Folge erlauben, Schadprozesses kontinuierlich für ganz Europa, über 170 Million Hektar Wald verteilt auf 32 Ländern, und über einen Zeitraum von 35 Jahren (1984 – 2018) zu kartieren. Die im beantragten Forschungsprojekt generierten Schätzungen und Karten werden die erste vollständige Inventur von Waldschäden in Europa bilden. Sie liefern somit eine wichtige Grundlage für die Analyse der Bedeutung von Waldschäden für das Kohlenstoffspeicherpotential und die Biodiversität Europäischer Wälder. Weiterhin bilden sie die Basis um zukünftige Änderungen unter sich weiter änderndem Klima abschätzen zu können.
Schlagworte
Klimawandel; Risikoforschung (211914); Fernerkundung; Forstschutz; Waldbau; Waldökologie;
Fernerkundung; Global change; Landsat; Störungen in Waldökosystemen; Waldbewirtschaftung;
© BOKU Wien Impressum