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Integration von Gender+ in digitale Stadtplanungstools und Entwicklung eines Toolsets für die Unterstützung einer gendergerechten Stadtplanung und Landschaftsarchitektur_ILA

Teilprojekt zu: Smarter through Gender+ - Integration von Gender+ in digitale Stadtplanungs-Tools und Entwicklung eines Tool-Sets für die Unterstützung einer gendergerechte Stadtplanung und -entwicklung (SMARTGENDER)

Projektleitung
Grimm-Pretner Dagmar, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2018-28.02.2021
Programm:
FEMtech Forschungsprojekte - Kooperative F&E-Projekte - Industrielle Forschung
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter/innen
Weichselbaumer Roswitha, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Landschaftsarchitektur
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Soziale Veränderungsprozesse und die globale Tendenz zur Urbanisierung, sowie der aktuelle Migrationsdruck auf europäische Städte stellen die Stadtplanungen zunehmend vor große Herausforderungen. Viele Themen wie demografischer Wandel, Verdichtung, Versorgung mit (grüner) Infrastruktur benötigen eine intensive und differenzierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen der unterschiedlichen Gruppen sowie der Ableitung von Maßnahmen für eine gendergerechte Stadtplanung. Dabei wird im Projekt berücksichtigt, dass das Geschlecht immer mit anderen Merkmalen (z.B. Alter, Herkunft, Bildung und Beruf, Religion etc.) überlagert wird (Intersektionalität). Daher wird im Projekt ein erweiterter Gender-Begriff (Gender+) verwendet. Digitale Planungstools zur Analyse sozialräumlicher Strukturen und zur Simulation von Maßnahmen und deren Effekte werden zunehmend in der Analyse und Planung eingesetzt. Diesen Instrumenten fehlt derzeit meist eine Integration von geschlechts- und gruppenspezifischen Aspekten. In “SmartThroughGender+” sollen genau diese Gender+ Aspekte in ein Tool-Set zur Unterstützung der Stadtplanung integriert werden. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist ein Proof of Concept dieses Toolsets bestehend aus (quantitativen) digitalen Analyse- und Simulations-Tools sowie (qualitativen) Instrumenten aus der Stadt- und Landschaftsplanung unter Berücksichtigung Gender+-spezifischer Anforderungen. Anhand einer Fallstudie in der Stadt Linz wird geprüft, wie und ob mit den üblicherweise vorhandenen und verfügbaren Daten, Indikatoren und Merkmale entwickelt werden können, die ein (teilstandardisiertes) ,rapid assessment‘ sozialer und räumlicher Strukturen unter Berücksichtigung des Gender+ Ansatzes ermöglichen. Damit sollen Anforderungen und Handlungsräume identifiziert werden. Zur Validierung, Prüfung und Präzisierung der quantitativen Ergebnisse auf Gesamtstadt- und Stadtteilebene wird eine qualitative Analyse nachgeschaltet, in der partizipativ die Aussagen geprüft und Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet werden. Erwartetes Ergebnis des Projekts ist ein ‚Proof of Concept‘ für ein Toolset mit einer ‚Rapid-Assessment-Tool-Box‘ zur sozialen und räumlichen Analyse, sowie der Simulation von Maßnahmen und Effekte auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und unterschiedlichen räumlichen Auflösungen. Das “SmartThroughGender+ Tool-Set” unterstützt insbesondere kleinere und mittlere Städte in der Umsetzung einer Gender+ gerechten Stadtplanung.
Schlagworte
Landschaftsarchitektur; Gender Studies; Stadtforschung;
Gestaltung; Landschaftsarchitektur; Nutzung; urbane Freiräume;
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