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Maßnahmen gegen bodenbürtige Krankheiten im Knoblauchanbau zur Absicherung des Anbaues in Österreich

Projektleitung
Steinkellner Siegrid, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.10.2019-30.09.2022
Programm:
EIP-Agri
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter*innen
Hage-Ahmed Karin, Sub-Projektleiter/in
Gasser Katharina, Projektmitarbeiter/in
Schierano Francesca, Projektmitarbeiter/in (bis 31.08.2021)
Lebesmühlbacher Jordan, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Pflanzenschutz
Gefördert durch
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Stubenring 1, A-1012 Wien, Österreich
Abstract
Das Projekt zielt darauf ab, die potentiellen Schadorganismen an Knoblauch im Feld zu erfassen und ihre Problematik für den österreichischen Knoblauchanbau abzuschätzen. Es werden zuverlässige Labornachweisverfahren für die wichtigsten Pflanzenpathogene entwickelt. Die Entwicklung boden- und pflanzgutbürtiger Krankheiten unter den sich ändernden Klimabedingungen, wird über die gesamte Produktionskette analysiert und Konzepte für eine Reduktion des Befalls werden erarbeitet. Erntemethoden und Erntenachbehandlung als mögliche Ursache einer Infektion werden analysiert Das Projekt verfolgt folgende Ziele:
1) Fundierte biologische Grundlagen für die Diagnose und Bewertung bodenbürtiger Pilze, mit Schwerpunkt Fusariosen. Diese Daten bilden die Basis für alle weiteren Erhebungen, Analysen und Handlungsempfehlungen.
2) Kenntnis der primären Inokulumquelle zur weiteren Entwicklung von Vermeidungsstrategien: Im Fokus stehen zwei potentielle Inokulumquellen für pflanzenpathogene Pilze, im speziellen das Pflanzgut und die Kontamination über den Boden.
3) Kenntnis der potentiellen Infektions- und Kontaminationsquellen sowie krankheitsförderliche betrieblichen Maßnahmen auf Einzelbetriebsebene. Die Bereiche erstecken sich über die einzelnen Produktionsschritte, vom Anbau über die Ernte und Trocknung bis zur Lagerung.
4) Handlungsanweisungen zur Minimierung des Krankheitsauftretens für die Betriebe: Mit den Projektarbeiten sollen die Infektionsquellen sowie die betrieblichen Einflussfaktoren zuverlässig er-kannt werden. Darauf aufbauend werden Strategien zur Vermeidung erarbeitet werden. Die sich daraus ergebenden Handlungsanweisungen sollen nachvollziehbaren und in der Praxis einfach um-setzbar sein.
5) Möglichst breite Verbreitung des gewonnenen Wissens: Nicht nur die beteiligten Betriebe son-dern auch andere bereits bestehende und zukünftige Knoblauchbetriebe sollen vom neu gewonnen Wissen profitieren. Durch eine geeignete Kommunikationsstrategie soll nicht nur die landwirtschaft-liche Praxis erreicht werden, sondern auch der interessierten Gesellschaft der Anbau von Knoblauch näher gebracht werden.
6) Für KonsumentInnen soll qualitativ hochwertiger Knoblauch aus biologischer und integrierter Produktion zur Verfügung gestellt werden.


Schlagworte
Ackerbau; Ökologischer Landbau; Pflanzenschutz;
Fusarium; Knoblauch; Lebensmittelqualität;
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