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Altausseer See 3D - Erfassung der Hydrobiologie, Topographie und Stratigraphie des Seebeckens

Projektleitung
Heine Erwin, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.01.2019-31.12.2021
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner
Applied Ocean Sciences, 11006 Clara Barton Drive, VA 22039 Fairfax Station, Washington D.C., Vereinigte Staaten (USA).
Kontaktperson: Chris Verlinden;
Funktion des Projektpartners: Partner
Deheyn lab @ SCripps institution of oceanography, 9500 Gilman Drive #0202, 92093-0202 La Jolla, California, Vereinigte Staaten (USA).
Funktion des Projektpartners: Partner
Institut für Geologie, Innrain 52, 5620 Innsbruck, Österreich.
Kontaktperson: Jasper Moernaut Michael Strasser;
Funktion des Projektpartners: Partner
Verbund AG, Am Hof 6a, 1010 Wien, Österreich.
Kontaktperson: Christian Stäuble;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Angewandte Geologie
Institut für Geomatik
Gefördert durch
Cheops Privatstiftung, Wipplingerstraße 10, 1010 Wien, Österreich
Walter Munk Foundation for the Oceans, La Jolla Shores Drive 9350, 92037 La Jolla, Vereinigte Staaten (USA)
Abstract
Im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation wird der Altausseer See - im steirischen Salzkammergut in Österreich gelegen - mit modernsten hydroakustischen Messmethoden vermessen und hydrobiologisch sowie mikrobiologisch untersucht. Die Idee zu dieser umfassenden Erforschung des Sees hatte der berühmte US-Ozeanforscher Walter Munk, der als gebürtiger Österreicher viele Sommer und Winter seiner Kindheit in Altaussee verbrachte. Forscher des Ozeanografischen Instituts Scripps in Kalifornien, an dem auch Walter Munk einst gearbeitet hat, widmen sich insbesondere dem Vorkommen und - sofern vorhanden - der Verteilung von Mikroplastik im Wasserkörper.
Mithilfe eines hochauflösenden Fächerecholots wird ein präzises 3D-Modell des Seebeckens erstellt. Es ist hochdetailliert und zeigt somit Sedimentformationen, größere Steine, Risse, die im See verlegten Leitungen sowie die trichterförmigen Krater (Karstquellen) von unterschiedlicher Ausdehnung und Tiefe.
Zur genaueren Untersuchung des geologischen Aufbaus des Seebeckens werden Sedimentecholote mehrerer Typen eingesetzt. Die Wellen dieser Echolote dringen in den Seeboden ein und liefern ein grafisches Abbild der Sedimentschichtung des Bodens. Dadurch lassen sich in den Messdaten zum Beispiel aktive von inaktiven Karstquellen unterscheiden oder historisch bedeutsame Naturereignisse wie große Hangrutschungen werden sichtbar.
Ein ferngesteuerter Unterseeroboter mit Greifarm wird in die Karstquellenkrater geschickt, um die geologische Situation sowie dort eventuell vorkommenden Fische filmisch zu dokumentieren. Mit einem speziellen Greifer werden auch Proben von Sedimenten des Seebodens entnommen. Desweiteren erfassen Kollegen vom Ozeanografischen Institut Paul Ricard aus Frankreich sowie Mikrobiologe Christoph Steininger von der Medizinischen Universität Wien chemische und physikalische Daten des Wasserkörpers. All diese Daten dienen schlussendlich dazu, genauere Aussagen über die Hydrobiologie, Wasserqualität und den Wasseraustausch im See und mit dem umliegenden Karstsystem machen zu können.
Schlagworte
Sedimentologie; Wassergüte; Umweltforschung; 3D-Vermessung; Geoinformatik (105403, 507003);
Gewässergüte; Hydrographische Vermessung; Sedimentecholotung;
Publikationen

Jouve, G; Bouchard, A; Leloup, D; Alain, P; Chapron E; Heine, E (2019): High-resolution seismic reflection in Lake Altaussee (Salzkammergut, Austrian Alps): Preliminary results and implication for paleoenvironmental reconstructions.
[AGU Fall Meeting 2019, San Fransico, USA, DEC 9-13, 2019]

In: American Geophysical Union (AGU) (ed.), Online Abstracts, https://www.agu.org/Fall-Meeting FullText

Jouve, G; Bouchard, A; Leloup, D; Alain, P; Chapron E; Heine, E, 2019 (2019): High-resolution seismic reflection in Lake Altaussee (Salzkammergut, Austrian Alps): Preliminary results and implication for paleoenvironmental reconstructions. [Poster]
[17ème congrès de sédimentologie , UniLaSalle – campus de Beauvais, OCT 21-25, 2019]

In: Collège Géosciences UniLaSalle , 17ème congrès de sédimentologie , Poster FullText

Vorträge
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