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Effizienz von Gewässerrandstreifen zum Schutz der Wasserqualität gegenüber Belastungen durch Landnutzung und Klimawandel

Projektleitung
Weigelhofer Gabriele, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.03.2020-28.02.2024
Programm:
FTI Call: Ernährung - Medizin - Gesundheit
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner*innen
Bundesamt für Wasserwirtschaft, Petzenkirchen, Pollnbergstrasse 1, Petzenkirchen, Österreich.
Kontaktperson: Strauss;
Funktion des Projektpartners: Partner
Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Doktor Karl Dorrek Straße 30, 3500 Krems, Österreich.
Kontaktperson: Farnleitner, Kirschner;
Funktion des Projektpartners: Partner
Wassercluster Lunz - biologische Station GmbH, Lunz am See, Österreich.
Kontaktperson: Weigelhofer;
Funktion des Projektpartners: Koordinator

Weitere Informationen: https://riparianbuffer.at

Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Bodenforschung
Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG)
Gefördert durch
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Landhausplatz 1, A-3109 St. Pölten, Österreich
Abstract
Knapp die Hälfte der Landesfläche in Niederösterreich weist landwirtschaftliche Nutzung auf. Das führt zu einem verstärkten flächigen Eintrag von Phosphor und Stickstoff in Bäche, die sich in den Sedimenten ablagern und zur chronischen Eutrophierung und Sauerstoffzehrung führen können. Zudem können Bachsedimente als Nährböden für eingetragene fäkalbürtige Krankheitserreger fungieren. Die Probleme werden durch erhöhte Wassertemperaturen und niedrige Wasserstände, wie sie in Zukunft durch den Klimawandel in Niederösterreich gehäuft zu erwarten sind, weiter verstärkt. Gewässerrandstreifen und Ufergehölze stellen Maßnahmen dar, die Fließgewässer vor dem Eintrag von Nähr- und Schadstoffen aus diffusen Quellen schützen, die Selbstreinigungskraft verbessern und den Temperatur- und Sauerstoffhaushalt kontrollieren können. Um deren effizienten und nachhaltigen Einsatz zu gewährleisten und niederösterreichische Bäche auch unter zukünftigen klimatischen Bedingungen und landwirtschaftlicher Nutzung schützen zu können, sind detaillierte und fachübergreifende Untersuchungen über die Wirkungen dieser Maßnahmen bei unterschiedlichen Eintragssituationen notwendig.
Das 4-jährige Leitprojekt setzt sich mit dem Potential von Gewässerrandstreifen und Ufergehölzen auseinander, Belastungen von Fließgewässern durch Nährstoffe und mikrobiologische Fäkaleinträge unter derzeitigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen nachhaltig zu reduzieren. Im Uferbereich untersuchen wir mit Hilfe von Feldversuchen, Bodenanalysen und einem Modell, unter welchen Bedingungen Gewässerrandstreifen einen effizienten Phosphor- und Stickstoffrückhalt aus flächenhaft wirkenden Quellen gewährleisten. Anhand von Wasser- und Sedimentproben aus niederösterreichischen Bächen entlang eines Landnutzungsgradienten analysieren wir, wie die An- oder Abwesenheit von Gewässerrandstreifen und Ufergehölzen die Nährstoffspeicherung und –freisetzung, den Sauerstoffverbrauch und das Vorkommen fäkalbürtiger Mikroorganismen in Bachsedimenten beeinflussen. Die Ergebnisse bilden auch die Grundlage für eine Risikoabschätzung einer zukünftigen Verschlechterung der Wasserqualität im Zuge des Klimawandels. Zuletzt gehen wir in kontrollierten Laborversuchen mit Hilfe von Stabilisotopenanalysen der Frage nach, ob bzw. wie organisches Material aus der Ufervegetation die langfristige Bindung von Phosphor und Stickstoff aus der Wassersäule positiv beeinflussen kann.
Schlagworte
Ökosystemforschung;
Aquatische Biogeochemie; Fäkalkeime; Fließgewässer; Klimawandel; Landnutzung; Ufergehölz;
Publikationen
Vorträge

Watzinger, A; Hood-Nowotny, R; Akbari, E; Weigelhofer, G; (2022): Riparian strips as climate change mitigation strategy - 18O PO4 technique to study the P cycling in streams subject to excess nutrient inputs . [Poster]

FAO/IAEA International Symposium on Managing Land and Water for Climate Smart Agriculture, 25.07.2022-29.07.2022, Vienna, Austria

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