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Landbewirtschaftung und Naturschutz auf Almen und Bergwiesen – eine Partizipativ-Ökonomische Betrachtung

Projektleitung
Niedermayr Andreas, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.02.2021-31.07.2022
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter*innen
Kantelhardt Jochen, Sub-Projektleiter/in
Kantelhardt Jochen, Projektmitarbeiter/in
Wittmann Fritz, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Agrar- und Forstökonomie (AFO)
Gefördert durch
STUDIA – Studienzentrum für Internationale Analysen, Panoramaweg 1, 4553 Schlierbach, Österreich
Abstract
Österreichs Landschaft ist seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt. Die Landwirtschaft ist vor allem für die Gestaltung des Lebensraums in ländlichen Regionen verantwortlich. Neben der Nahrungsmittelproduktion kann die Bewirtschaftung der Landschaft durch die Landwirtschaft als Kulturgut betrachtet werden. In alpinen Regionen erstreckt sie sich bis in hohe Lagen. Almen und Grünland stellen ein einzigartiges und schützenswertes Naturgut im Sinne des Naturschutzes dar. Einige Almen in Österreich wurden in die Grenzzonen von Nationalparks aufgenommen. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Strategien zur Erhaltung der Kultur- und Naturgüter Almen kann zu Nutzungskonflikten führen. Da sowohl der Naturschutz als auch die Landwirtschaft mit öffentlichen Mitteln gefördert werden und die Almen einen touristischen Anziehungspunkt darstellen, spielen gesellschaftliche Erwartungen bei der Gestaltung von Nutzungsstrategien eine entscheidende Rolle.
Ziel dieses Projektes ist es, die gesellschaftlichen Präferenzen für die Gestaltung solcher Natur- und Kulturgüter besser zu verstehen und herauszuarbeiten, wie diese - auf den ersten Blick widersprüchlichen - Präferenzen besser in Einklang gebracht werden können, um ein Optimum beider Güter zu erreichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einer nachhaltigen Entwicklung zukunftsfähiger Natur- und Lebensräume beitragen. Sie erleichtern die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Hinblick auf die Annehmlichkeiten alpiner Landschaften und die Nachhaltigkeit ihrer Produktion. Die Ansprüche der lokalen Bevölkerung und der Besucher können dann die lokale Wertschöpfung und den Aufbau eines belastbaren regionalen Angebots auslösen.
Als Fallbeispiel wird die Region Eisenwurzen, Mitglied des internationalen Netzwerks für sozial-ökologische Langzeitforschung (LTSER), mit ihren Almen und dem Nationalpark Kalkalpen ausgewählt. Unter Berücksichtigung der bisherigen Erkenntnisse, der wissenschaftlichen Literatur, des lokalen Expertenwissens und der Präferenzen der regionalen Bevölkerung wird ein mehrstufiger partizipativer Ansatz entwickelt. Auf der Grundlage eines dreistufigen Verfahrens werden zunächst Merkmale der Gestaltung der Almen und ihrer Natur- und Kulturgüter identifiziert. Unterschiedliche Ausgestaltungen dieser Merkmale werden dann zu fiktiven zukünftigen Landnutzungsszenarien kombiniert und von der lokalen Bevölkerung mit den Methoden der "stated-preference" bewertet, um ihre marginale Zahlungsbereitschaft zu eruieren. Die Ergebnisse werden in der Region präsentiert und mit lokalen Akteuren diskutiert. Die entwickelte Methode wird so gestaltet, dass sie für die Anwendung in anderen Regionen übertragbar ist.

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Schlagworte
Agrarökonomie;
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