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Strategie zur Reduzierung der Spätfrostschäden im Wein- und Obstbau

Projektleitung
Herrera Jose Carlos, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2019-31.08.2022
Programm:
EIP-Agri
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner*innen
HBLA und BA für Wein- und Obstbau – Klosterneuburg, Wiener Straße 74, 3400 Klosterneuburg, Österreich.
Kontaktperson: Franz Rosner;
Funktion des Projektpartners: Sub-Koordinator
Microtronics Engineering GmbH, Hauptstrasse 7, 3244 Ruprechtshofen, Österreich.
Kontaktperson: Stefan Pfeffer;
Funktion des Projektpartners: Koordinator

Weitere Informationen: http://www.froststrat.eu/

Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Wein- und Obstbau
Gefördert durch
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Stubenring 1, A-1012 Wien, Österreich
Abstract
Allein im Jahr 2017 entstand im österreichischen Wein- und Obstbau ein Spätfrostschaden von 70 Mio. €. Dieser volkswirtschaftliche Schaden ergab sich einerseits für die Betriebe, aber durch die 50%-ige Frostförderung der öffentlichen Hand auch für den Steuerzahler.
Die in Folge des Klimawandels zunehmend milden Winter und warmen Frühjahre führen bei Wein-und Obstkulturen zu einer Verfrühung der Phänologie, nämlich einem früheren Austrieb und einer deutlich früheren Blüte. Bei Reben erfolgt der Austrieb aktuell durchschnittlich 5-8 Tage früher, die Blüte um 11-14 Tage früher als im langjährigen Mittel. In den Austriebs- bzw. Blütephasen sind die Kulturen sehr temperaturempfindlich. Diese Verfrühung der Phänologie führte infolge von Kaltlufteinbrüchen im April und Mai in den Jahren 2016 und 2017 zu großen Spätfrostschäden. Vorgenommene Frostbekämpfungsmaßnahmen wie Räucherung, Helikoptereinsatz, Paraffinkerzen u.a., wurden nach Gegebenheiten nicht wissenschaftsbasierend vorgenommen, weshalb trotz teurer und aufwendiger Bekämpfungsmaßnahmen große Schäden auftraten. Ein großes Problem war die exakte Temperaturmessung und die regional (auch topographisch) unterschiedliche Wetterprognose.
Klimavorhersagen prognostizieren eine starke Zunahme von Spätfrostschäden, sodass regional-spezifische Anpassungs- und Handlungsalternativen von entscheidender Bedeutung für de zukünftigen Wein- und Obstbau in Österreich sind.
Das gegenständliche Projekt verfolgt daher die folgenden drei Ziele:
1. Im Rahmen des gegenständlichen Projekts sollen in NÖ und der Steiermark Methoden erarbeitet werden, um die Ertragsausfälle bei Frostereignissen möglichst gering zu halten.
2. Die Abschätzung des Spätfrost-Risikos soll auf Basis der Großwetterdaten in Kombination mit Kleinwetterdaten an drei niederösterreichischen und zwei steirischen Standorten
3. Die Daten der digitalen Klimaerhebung und der erstellten Prognosen sollen kostenlos und offen mit der Open Data Lizenz „Attribution License, ODC-By“ zur Verfügung gestellt werden.
Schlagworte
Obstbau; Weinbau;
Frost; Knospenbruch; Weinbau; Weinrebe;
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