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Nachhaltigkeitsbewertung der Holzernte im Gebirgswald

Projektleitung
Kühmaier Martin, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.11.2021-31.10.2024
Programm:
Waldfonds - DAFNE 90 - Maßnahme 8
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner*innen
Bundesamt und Forschungszentrum für Wald (BFW), Seckendorff-Gudent-Weg 8, 1131 Wien, Österreich.
Kontaktperson: Nikolaus Nemestothy;
Funktion des Projektpartners: Partner
Forstverwaltung Wittgenstein, Untere Hauptstraße 6, 3192 Hohenberg, Österreich.
Kontaktperson: Dominik Bancalari;
Funktion des Projektpartners: Partner
MA49 Wiener Forstamt, Wien, Österreich.
Kontaktperson: Werner Fleck;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Grünberg Julian, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Forsttechnik
Gefördert durch
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Abstract
Der vorliegende Projektentwurf zielt darauf ab, die Kosten- und Energieeffizienz sowie die möglichen Umweltauswirkungen der Holzernte im Gebirgswald durch eine umfassende Nachhaltigkeitsanalyse zu bewerten und zu verbessern.

Eine ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit der Holzernte hat sich bisher kaum durchgesetzt. Oft werden nur einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit untersucht. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt der Analysen der Holzernte in erster Linie bei der Kosteneffizienz sowie vereinzelten ökologischen Kriterien, wie z.B. diverse Bodeneigenschaften, Kohlenstoffsequestrierung, Treibhauspotenzial und Erosionen. Es ist jedoch wichtig, alle relevanten Nachhaltigkeitsaspekte gemeinsam zu betrachten, weil die Fokussierung auf einen oder wenige Indikatoren das Ergebnis verfälschen kann. Die Verbesserung eines Indikators verursacht oft eine Verschlechterung eines anderen Indikators. Diese sogenannten Trade-Offs müssen aufgedeckt werden, damit die Konsequenzen für alle Nachhaltigkeitsaspekte und für alle Alternativen sichtbar werden. Nur dann kann eine objektive Bewertung der Holzernte garantiert werden.

Aus den oben angeführten Argumenten kann man erkennen, dass bisher durchgeführte Nachhaltigkeitsanalysen meist nicht alle relevanten Aspekte der Nachhaltigkeit enthalten. Eine Sichtung der internationalen wissenschaftlichen Literatur lässt erkennen, dass umfassende Nachhaltigkeitsanalysen am ehesten für Nichtholzprodukte und für Energieholz durchgeführt wurden. Der geografische Scherpunkt der Studien lag dabei in Asien und Afrika. Man sieht also, dass es für die konventionelle Holzproduktion in Europa noch Nachholbedarf gibt.

Gebirgswälder im Allgemeinen und Schutzwälder im Speziellen sind sensible Ökosysteme, die sehr empfindlich auf Eingriffe jeglicher Art reagieren. Deshalb ist es besonders relevant über die Auswirkungen der Holzernte auf die Nachhaltigkeit Bescheid zu wissen. Es gibt zwar einige Vorarbeiten, die sich mit der Bewertung von (einzelnen) Ökosystemleistungen bei der Holzernte in Gebirgswäldern beschäftigen, allerdings nicht unter Berücksichtigung der speziellen Ziele der Schutzwälder.
Schlagworte
Forsttechnik; Forstwirtschaft;
Gebirgswald; Holzernte; Klimawandel; Nachhaltigkeit;
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