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Entrindung bei der Holzernte im Gebirge als Maßnahme zur Kontrolle von Borkenkäferkalamitäten

Projektleitung
Holzleitner Franz, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.11.2021-31.10.2023
Programm:
Waldfonds - DAFNE 90 - Maßnahme 8
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter*innen
Kanzian Christian, Projektmitarbeiter/in
Kirisits Thomas, Projektmitarbeiter/in
Böhm Stephan, Projektmitarbeiter/in
Amerhauser Elias, Projektmitarbeiter/in (bis 31.07.2022)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz
Institut für Forsttechnik
assoziertes Teilprojekt:
Entrindung bei der Holzernte im Gebirge als Maßnahme zur Kontrolle von Borkenkäferkalamitäten - Teilprojekt Forstentomologie (BarkOff_IFFF)
Gefördert durch
FHP Kooperationsplattform Forst Holz Papier, Gumpendorfer Str. 6, 1061 Wien, Österreich
Österreichische Bundesforste AG, Purkersdorf, Österreich , Pummergasse 10 – 12 , 3002 Purkersdorf, Österreich
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Abstract
Die Wertschöpfungskette Rundholz ist bedingt durch den Klimawandel mit seinen extremen Witterungsbedingungen zunehmend Schadereignissen ausgesetzt. Einhergehende Absatzprobleme in der heimischen und internationalen Forstwirtschaft beeinträchtigen die Bewältigung dieser zusätzlichen, außerplanmäßigen Rundholzaufkommen. Bereits ausgeformte Sortimente müssen dann vor Ort zwischengelagert werden oder/und im Hinblick auf Borkenkäferbefall vorbeugend oder bekämpfend behandelt werden. Die Zwischenlagerung außerhalb vom Abnehmer erfordert jedoch entsprechende Vorkehrungen zur Sicherstellung der Holzqualität während der Lagerung, die durch Insektenbefall, Pilzinfektionen und abiotische Faktoren verschlechtert werden kann. Eine wirksame und lange bewährte Maßnahme gegen Borkenkäferbefall stellt die Entrindung von Stämmen und Blochen dar. Im Seilgelände könnten im Zuge der Aufarbeitung mit dem Prozessor die jeweiligen Sortimente an der Forststraße entrindet werden.
Entrindete Sortimente haben den Vorteil, dass aus phytosanitärer Sicht die Vermehrung von Borkenkäfern auf waldnahen Lagern und auf zurückgelassenen Sortimenten im Wald vorbeugend unterbunden werden kann. Gleichzeitig wirkt sich die Entrindung im Larven- und Puppenstadium dezimierend auf die Populationsdichte der Insekten aus und hat somit eine bekämpfende Wirkung. Im Hinblick auf die Qualität der gelagerten Sortimente wirkt die Entrindung auch der Möglichkeit zur Brutanlage und Entwicklung von Bockkäfern entgegen und beugt somit einer technischen Qualitätsminderung vor. Zusätzlich ist bei entrindetem Sägerundholz die Möglichkeit der Einbringung von Bläuepilzen und andere rinden- und holzbrütende Insekten gedrosselt.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es daher, aufbauend auf das Vorgängerprojekt „DEBARK“ das Potenzial der Entrindung auch bei der Holzernte im Gebirge zu analysieren und zu bewerten. Hierbei soll der Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Entrindung auf die Holzernte, das Vermehrungspotenzials von Borken- und Bockkäfern und die Verblauung der Sortimente gelegt werden. Als Ergebnis sollen die gewonnenen Erkenntnisse für die verantwortlichen Entscheidungsträger im Tagesgeschäft aufbereitet werden.
Schlagworte
Forstentomologie; Forstpathologie; Forstschutz; Forsttechnik; Forstwirtschaft;
Borkenkäfer; Climate-Smart Forest Management; Entrindung; Forsttechnik; Kalamititäten; Seilbringung; Simulation; Systemanalyse;
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